Protest gegen „Couleurbummel“ vor der Uni Wien

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Rund 20 Burschenschafter trafen Mittwochmittag bei ihrem traditionellen „Couleurbummel“ auf der Rampe der Uni Wien auf eine gleich große Zahl an Gegendemonstranten, die per Sitzblockade den zentralen Teil des Eingangs der Uni Wien besetzt hatten. Der von einem Polizei-Großaufgebot begleitete beidseitige Aufmarsch verlief friedlich, die Burschenschafter wurden mit Tampons beworfen.

In der Vorwoche war es beim wöchentlich stattfindenden Bummel zu Auseinandersetzungen gekommen. Ein Burschenschafter wurde verletzt, zwei Personen wegen schwerer Körperverletzung angezeigt.

Am heutigen Mittwoch blieb es dagegen friedlich, als knapp vor zwölf Uhr etwa 20 Burschenschafter traditionell von der linken Seite die Rampe der Uni hinaufschritten. Oben hatten sich ebenfalls etwa 20 Gegendemonstranten versammelt, am Fuße der Stiegen zum Uni-Eingang machten noch einmal rund 40 Aktivisten auf sich aufmerksam, darunter die gesamte Spitze der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH). Zahlenmäßiger Sieger war aber eindeutig die Polizei, die sich vor der Uni eingefunden hatte und sich zwischen die Gruppen stellte, ansonsten aber nicht eingreifen musste. Die Uni hatte aus Sicherheitsgründen ihren Haupteingang versperrt.

Empfangen wurden die Burschenschafter mit Sprechchören wie „Rassistisch, sexistisch, ekelhaft - das ist die deutsche Burschenschaft“, „Ihr habt den Krieg verloren“ oder „Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda“. Anschließend standen bzw. saßen sich die beiden Gruppen rund 15 Minuten gegenüber, in denen dann für beide Seiten Zeit zum Fotografieren war. Zum Abschied flogen noch eingefärbte Tampons in Richtung der Burschenschafter.

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