Zahl der Coronavirus-Fälle in China auf 620 gestiegen

Die Zahl der bestätigten Fälle der Lungenkrankheit in China ist von 571 auf mindestens 620 gestiegen. Das berichtete das chinesische Staatsfernsehen am Donnerstag. Die Zahl der Todesfälle lag demnach vorerst unverändert bei 17. Nach diesen Angaben warnen Experten auch davor, dass das neuartige Virus das Potenzial habe, sich zu verändern. Details wurden nicht genannt.

Zur Abschottung der Elf-Millionen-Metropole Wuhan in China wegen der neuartigen Lungenkrankheit meinte Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, dieses Vorgehen sei „einmalig in der neueren Geschichte“. Auch der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist nach Angaben eines Sprechers kein vergleichbarer Fall bekannt.

Die chinesische Regierung hat die besonders schwer von dem neuen Coronavirus betroffene Stadt Wuhan praktisch abgeriegelt: Flüge, Züge, Fähren, Fernbusse und der Nahverkehr wurden gestoppt, auch die Ausfallstraßen wurden am Donnerstag nach und nach gesperrt. Zudem sollen in der Öffentlichkeit Schutzmasken getragen werden. Wer in Hotels, Restaurants, Einkaufszentren oder Parks keine Maske trage, werde bestraft, berichtete die Zeitung „China Daily“.

In dieser Form sei eine solche Maßnahme wahrscheinlich nur in China umsetzbar, sagte Schmidt-Chanasit. Über die Abriegelung der Stadt sei ohne Rücksprache mit der WHO entschieden worden, hieß es von der Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf. Die Aktion sei zu begrüßen, sagte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Massenansammlungen seien ein Risikofaktor für die Verbreitung. Er stellte klarere Reisehinweise zum Ende der Beratungen des Notfallausschusses am Donnerstagabend in Aussicht.

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Wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus hat die Stadt Peking unterdessen Großveranstaltungen zur Feier des chinesischen Neujahrsfests am Wochenende abgesagt. Auch einige touristische Attraktionen würden geschlossen, erklärte die Verwaltung der chinesischen Hauptstadt am Donnerstag.


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