„Wischen ist Macht“ im ORF: Ein Putztrupp, der Lachmuskeln aktiviert

Heute startet die neue ORF-Comedy-Serie „Wischen ist Macht“, u. a. mit Publikumsliebling Ursula Strauss. Ein Antidepressivum gegen trübe Tage.

Michelles Team wird unfreiwillig in kriminelle Machenschaften verwickelt, und so müssen rasch alle Spuren beseitigt werden.
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Von Gerlinde Tamerl

Innsbruck –Wer derzeit einen Stimmungsaufheller für dunkle Wintertage sucht, der ist bei der neuen ORF-Comedyserie „Wischen ist Macht“ bestens aufgehoben (ab heute immer montags ORF 1 im Doppelpack um 21.05 und 21.30 Uhr). Die gute Nachricht: Man muss nicht stundenlang vor dem Fernseher herumlungern, denn eine Folge dauert nur 25 Minuten. Die Lachmuskeln werden dabei so gut aktiviert, dass man sich danach fühlt, als hätte man tatsächlich „Happy Pills“ eingeworfen.

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Insgesamt sind es fünf Schauspieler, denen es gelingt, als chaotischer Putztrupp humoristische Glanzleistungen zu vollbringen. An der Spitze der Putzfirma mit dem Namen „Dreck.Weg.Sendracek“ steht Chefin Michelle Sendracek, verkörpert von der charismatischen Ursula Strauss, die vergeblich versucht, ihren illustren, vor allem aber verhaltensauffälligen Mitarbeitern das Putzen beizubringen. Leider mit mäßigem Erfolg, denn auch Sendraceks Durchhaltevermögen wird bei jedem neuen Auftrag auf eine harte Probe gestellt.

Ursula Strauss verkörpert in der ORF-Comedyserie „Wischen ist Macht“ Michelle Sendracek. Sie ist Inhaberin einer Putzfirma.
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Schon in der ersten Folge, die heute ausgestrahlt wird, ist Sendraceks Putzfirma in Gefahr. Wenn Michelle nicht am selben Tag ihre Steuer­unterlagen abliefert, dann wird ihre Firma geschlossen. Es ruft aber ein dringender Auftrag: Ein Schulgebäude soll gereinigt werden, das Sendracek aber an ihre eigene – unangenehme – Schulzeit erinnert. Auch bei der zweiten Folge kommt die arme Michelle nicht zur Ruhe, denn sie wird mit einem Bestattungsinstitut in kriminelle Maschenschaften verwickelt.

Schauspielerin Ursul­a Strauss punktet in dieser neue­n Hauptrolle mit ihrem unvergleichlichen Pokerface, einem fantastisch trockenen Humor gepaart mit authentischem Wiener Dialekt. Klagt die Putzchefin über wirtschaftlichen Druck, dann klingt das etwa so: „Ungefähr 650 Milliarden Rechnungen werden im Jahr verschickt, die Hälfte davon geht an mich.“ Ursula Strauss sagt über ihre Rolle: „Ich liebe diese Michell­e Sendracek, und es macht mir so viel Freude, mit ihr ein bisschen verrückt zu sein.“

Es geht um fünf wahnsinnige Menschen, die zusammenhalten wie eine Familie.
Ursula Strauss (Schauspielerin)

Mindestens genauso verrückt sind auch die weiteren Putzangestellten. Da wäre Fernando (Stefano Bernardin), ein Wiener Sonnyboy mit argentinischen Wurzeln. Sein Interesse gilt nicht der Arbeit, sondern der Frauenwelt. Gelegentlich erweist er sich als großer Dichter und umschmeichelt seine neue Flamme mit den Worten: „Die Sehnsucht schmerzt wie ein Fahrrad ohn­e Sattel.“ Zoe (Lilian Jane Gartner) ist der Nerd in der Truppe, aber zumindest kann sie putzen. Valentin (Manuel Sefciuc) hingegen, ein Kärntner Bundesheerveteran, überschätzt seine putztechnischen Fähigkeiten leider völli­g. Die Fünfte im Bunde, Mira (Zeynep Buyrac), gibt an, aus einer ukrainischen Oligarchenfamilie zu stammen. Sie denkt ausschließlich ans Relaxen, erscheint immer in äußerst knappen Outfits und sagt über sich selbst: „Ich brauche keinen Mann, sondern einen Kredit.“

Michelle Sendracek (Ursula Strauss) trifft in der zweiten Folge auf die exzentrische Leichenschminkerin Almut (Karin Lischka).
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So unterschiedlich Michell­e und ihre Mitarbeiter auch sein mögen, sie putzen sich gemeinsam durch dick und dünn und erleben dabei viel Skurriles. Strauss sagt über diese Serie: „Es geht um fünf wahnsinnige Menschen, die zusammenhalten wie eine Familie.“ Ganz neu ist das Konzept dieser Serie nicht, vieles erinnert an den „Tatortreiniger“ mit Bjarne Ingmar Mädel als Hauptdarsteller. Das stört aber nicht, denn „Wischen ist Macht“ hat einen ganz eigenen Humor vorzuweisen und besticht durch seine einzigartigen Charaktere. Schon nach den ersten beiden Folgen möchte man nur eines: stundenlang mit dieser lustigen Truppe putzen. Überzeugen Sie sich selbst.

TV-Tipp: „Wischen ist Macht“ Heute Montag, 27. Jänner, ORF 1, 21.05 und 21.30 Uhr.


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