Rolli-Erkundungstour in Reutte zeigte viele Defizite auf

BM Alois Oberer (r.) wechselte die Perspektive und erkundete mit Bernhard Gruber (l.) die Barrierefreiheit des Marktes.
© REA

Reutte – Der einstimmige Beschluss, sich für das Audit „Familienfreundliche Gemeinde“ zu bewerben, ist in Reutte bereits gefallen. Der Blick ist dabei auf alle Lebensphasen, von der Schwangerschaft bis ins Alter, gerichtet. Barrierefreiheit würde vieles erleichtern. Hier gibt es jedoch noch massive Defizite, wie bei einer Rolli-Erkundungstour durch den Markt deutlich wurde.

Die Regionalentwicklung Außerfern (REA) bietet nun kostenlose, halbtägige Barriere­frei-Schulungen für Außerferner Unternehmer sowie für Personen, die beruflich oder kommunalpolitisch mit Hoch- und Tiefbau zu tun haben, an. Gemeinsam mit den Außerferner Tourismusverbänden und den Gemeinden will REA die Barrierefreiheit und damit die Aufenthaltsqualität und Lebensqualität verbessern. Der erste Schritt liegt in der Aufklärung und Qualifizierung. Die erste Barrierefrei-Schulung findet am 5. Februa­r von 14 bis 17.30 Uhr in der BH Reutte statt. Der Alternativtermin ist am 19. März zur gleichen Uhrzeit in der Wirtschaftskammer Reutte.

Günter Porta, Sachverständiger für barrierefreies Bauen, gibt dabei eine Einführung in das Thema Behinderungen, erläutert Bau- und Funktionsweise von Rollstühlen sowie bautechnische Normen und rechtliche Aspekte. Er zeigt zudem auf, wie man die Barrierefreiheit von Betrieben beurteilt und die Situation verbessern kann. Thema ist auch die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum. REA-Geschäftsführer Günter Salchner informiert über Fördermöglichkeiten und Zertifizierungsmodelle. Aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl wird um Anmeldung via E-Mail an salchner@rea.tirol gebeten. (TT)


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