1,2 Prozent Wachstum in Tirol, Export auf Rekord

Tirols Wirtschaft bleibt laut Prognose der Bank Austria auf Wachstumskurs, das Plus dürfte sich aber einbremsen. Die Arbeitslosigkeit bleibt tief.

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Innsbruck, Wien –Die globale Konjunktureintrübung im Vorjahr führte zu einem Rückgang des realen Wirtschaftswachstums in Tirol auf 1,5 Prozent. Damit lag das Wachstum, nachdem Tirol jahrelang überdurchschnittliche Zuwachsraten verzeichnet hatte, im Bundes­schnitt. „2019 waren die Bauwirtschaft, die Transportwirtschaft und der Tourismus die wichtigsten Wachstumsstützen, während die Industrie nur wenig zum Wachstum beitragen konnte“, sagt Markus Sappl, Landesdirektor Firmenkunden Tirol der UniCredit Bank Austria.

Die Ökonomen der Bank rechnen 2020 mit einem weiteren Rückgang des Wirtschaftswachstums in Österreich auf ein Prozent, Tirol sollte real um 1,2 Prozent zulegen, sagt Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbaue­r.

Die Wertschöpfung der Industrie legte im Vorjahr um 0,7 nach plus 4 Prozent 2018 zu, der Bau wuchs um 4 Prozent. Im Tourismus gab es nach dem Rekordjahr 2018 ein leichtes Nächtigungsminus auf 49,5 Millionen.

Bei den Tiroler Exporten von Waren gab es in Tirol im Gegensatz zum Bundestrend ein kräftiges Plus von 4 Prozent auf 13,3 Mrd. Euro. Dies sei vor allem auf einen starken Anstieg von Waren der Tiroler Pharma- und Kupferindustrie zurückzuführen gewesen, so Bruckbauer. Die Exportdynamik dürfte heuer auch in Tirol nachlassen. Erwartet wird ein kleines Plus auf 13,5 Mrd. Euro.

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Tirol verzeichnete im Vorjahr einen weiteren Rückgang der Zahl der Arbeitslosen auf eine Quote von 4,5 Prozent. Das ist die niedrigste Quote aller Bundesländer und sollte heuer stabil bleiben. Bundesweit dürfte die Arbeitslosenquote heuer von 7,4 auf 7,5 Prozent steigen. (va)


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