Erneut Proteste in Frankreich gegen Pensionsreform

Tausende Menschen sind am Freitag in ganz Frankreich erneut gegen die geplante Pensionsreform auf die Straße gegangen. Am Pariser Place de la République versammelten sich am Vormittag zahlreiche Demonstranten. Auch in anderen Städten wie Nantes oder Marseille gab es Proteste. Im Pariser Nahverkehr kam es erneut zu Störungen, zahlreiche Stationen blieben geschlossen.

Allerdings waren die Auswirkungen lange nicht so schlimm wie während der Streiks in den Wochen zuvor. Seit Montag hatte sich die Lage im Bahnverkehr wieder normalisiert.

Die Streiks und Proteste gegen die Reformpläne dauern nun schon seit mehr als sieben Wochen an. Der Gewerkschaftsboss der CGT, Philippe Martinez, kündigte bereits neue Ausstände für die kommende Woche an. So rief er zu drei weiteren Aktionstagen und einem Massenprotest am 29. Jänner auf. Bei der Regierungssitzung am Freitag unter Vorsitz von Präsident Emmanuel Macron sollte das Gesetz zur Pensionsreform auf den Weg gebracht werden.

Der französische Ministerrat will am Freitag unter Leitung von Staatspräsident Emmanuel Macron die umstrittene Pensionsreform in die Wege leiten. Macron will damit die mehr als 40 verschiedenen Pensionssysteme Frankreichs vereinheitlichen und das Milliarden-Defizit der Pensionskassen abbauen. Die Gewerkschaften fürchten massive Einschnitte.

Von den Streiks waren bereits häufiger Touristen betroffen, zahlreiche Pariser Sehenswürdigkeiten blieben in den vergangenen Wochen immer wieder geschlossen, darunter auch der Eiffelturm.


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