Mikutina erriechte bei Eiskunstlauf-EM in Graz die Kür

Die 16-jährige Olga Mikutina hat sich gleich bei ihrem Debüt bei Eiskunstlauf-Europameisterschaften für die Kür qualifiziert. Bei den Titelkämpfen in Graz-Premstätten belegte die Lokalmatadorin im Kurzprogramm der Damen Rang 21, die Top 24 unter 37 Konkurrentinnen lösten ein Ticket für die für Samstag (18.30 Uhr) angesetzte Medaillenentscheidung.

Ihre sieben Kurzprogramm-Elemente setzte Mikutina sauber auf das Eis, darunter einen Doppel-Axel, einen Dreifach-Flip sowie eine Kombination aus Dreifach-Lutz und Dreifach-Toeloop. „Der Dreifach-Flip war nicht so sauber, wie ich ihn normal im Training mache“, fand der Teenager dennoch einen kleinen Makel. „Aber man kann immer etwas verbessern.“

Im Vordergrund stand jedenfalls die Freude über den Aufstieg, mindestens genauso groß war bei ihr die Zufriedenheit über die Unterstützung durch die heimischen Fans. „Das war super. Ich hatte noch nie so viel Beifall, alle haben geklatscht.“ Die Musik von „Sing Sing Sing“ lädt am Schluss ihres Programms auch richtiggehend zum rhythmischen Mitklatschen ein.

Grundsätzlich zeigte sich Mikutina froh, den ersten Programmteil hinter sich gebracht zu haben. „Das erste Mal ist es immer am schwierigsten“, merkte sie zu ihrem Debüt an. Anerkennung gab es von Trainerin Elena Romanowa. „Für das erste Laufen bei so einem großen Bewerb bin ich im Großen und Ganzen zufrieden“, sagte sie zur APA - Austria Presse Agentur.

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Es sei bei so einem großen Wettbewerb, speziell zu Hause vor vielen Leute, nicht leicht. Romanowa: „So viel Publikum hat sie noch nie gesehen, deswegen hat mich das auch gefreut. Sie war nicht nervös.“ Mikutina müsse ihr Programm immer mehrere Male bei Wettbewerben laufen, um die Nervosität abzulegen. „Je öfter wir starten, desto sicherer wird sie.“

Mit den erhaltenen 53,19 Punkten hat Mikutina nur 0,14 Zähler Rückstand auf Rang 20. Sollte sie nach der Kür in den Top 20 sein, hätte sie nach Entscheidung von Österreichs Verband (ÖEKV) auch für die WM im März in Montreal ihren Startplatz fix. Sonst würden im Vergleich mit anderen österreichischen Topläuferinnen die international erreichten Punkte entscheiden.

Mikutina war vor vier Jahren aus der ukrainischen Industriestadt Charkiw nach Vorarlberg gekommen, trainiert seither unter den Anweisungen Romanowas. Im Kampf um das eine ÖEKV-EM-Ticket setzte sich die Junioren-WM-18. der vergangenen Saison gegen fünf Konkurrentinnen durch, die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft ist auf dem Weg.

Das Kurzprogramm dominierten die drei russischen Läuferinnen. Dabei verschaffte sich Alena Kostornaja mit 84,92 Punkten fast sieben Zähler Vorsprung auf ihre Landsfrau Anna Schtscherbakowa (77,95). Alexandra Trusowa wiederum hat als Dritte mit 74,95 Punkten mehr als sechs Punkte Vorsprung auf die viertplatzierte Schweizerin Alexia Paganini (68,82).


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