Zwei Fälle von Coronavirus in Frankreich offiziell bestätigt

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Erstmals sind Fälle des Coronavirus aus China auch in Europa bestätigt worden. In Frankreich seien zwei Verdachtsfälle „bestätigt“ worden, sagte die französische Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Freitag bei einer Pressekonferenz in Paris. Einer der beiden Patienten wird demnach in einem Krankenhaus in Bordeaux behandelt, der andere in Paris.

Die chinesischen Behörden bemühen sich unterdessen um die Eindämmung des Coronavirus. In mehr als einem Dutzend Städte wurde der öffentliche Verkehr ausgesetzt, mehr als 41 Millionen Einwohner waren davon betroffen. Ungeachtet des chinesischen Neujahrsfests wurde die Schließung eines Abschnitts der Chinesischen Mauer, des Olympia-Stadions in Peking und von Disneyland in Shanghai angeordnet.

In den Städten Xianning, Xiaogan, Enshi und Zhijiang wurde am Freitag der öffentliche Verkehr ausgesetzt. Wie die Elf-Millionen-Metropole Wuhan, von der das Virus ausging, liegen sie in der Provinz Hubei. Damit stehen mittlerweile 13 chinesische Städte wegen des Erregers 2019-nCoV de facto unter Quarantäne.

Seit dem Ausbruch der Atemwegserkrankungen Ende vergangenen Jahres wurden in China nach Behördenangaben 830 Infektionen bestätigt, mehr als tausend weitere Verdachtsfälle werden überprüft. 26 Menschen starben bisher an der Infektion. Dazu zählen auch zwei Todesfälle außerhalb von Hubei - nämlich in der Peking umgebenden Provinz Hebei und im an Russland grenzenden Heilongjiang.

Internationale Wissenschafter gehen von mehreren tausend Infizierten in der Volksrepublik aus. Einzelne Infektionen wurden bisher auch in Hongkong, Macau, Taiwan, Thailand, Japan, Südkorea und in den USA bestätigt. Laut aktuellen Angaben hatten alle betroffenen Personen einen Reisebezug zur Millionen-Metropole Wuhan. Die erkrankten Personen werden in den sieben Staaten in medizinischen Einrichtungen isoliert und behandelt.

Das österreichische Außenministerium riet von nicht notwendigen Reisen in die zentralchinesische Provinz Hubei ab. Wie Ministeriumssprecher Peter Guschelbauer in Wien mitteilte, wurde für Hubei ein hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 3) angenommen.


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