Trump-Anwälte beginnen Plädoyers in Amtsenthebungsverfahren

Im Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump sind nach den Anklagevertretern die Verteidiger am Zug. Sie begannen am Samstag im Senat mit der Präsentation ihrer Argumente. Jay Sekulow, einer von Trumps persönlichen Anwälten und Co-Leiter seines Verteidigerteams, hatte zuvor angekündigt, seine Mitstreiter und er wollten am Samstag zunächst nur eine kompakte „Vorschau“ liefern.

Ihre komplette Präsentation wollten die Verteidiger dann zu Beginn der kommenden Woche bringen. Sekulow deutete auch an, dass die Verteidigung womöglich nicht die volle Zeit von insgesamt 24 Stunden für ihre Plädoyers ausschöpfen werde.

Ankläger und Verteidiger haben in dem Verfahren jeweils bis zu 24 Stunden, verteilt über drei Tage, zur Verfügung, um im Senat ihre Argumente darzulegen. Von Mittwoch bis Freitag hatten zunächst die Anklagevertreter ihre Vorwürfe gegen Trump vorgetragen - jeweils in langen Sitzungen bis in den späten Abend.

Das Repräsentantenhaus hatte Trump mit der Mehrheit der Demokraten wegen Machtmissbrauchs und Behinderung der Ermittlungen im Kongress angeklagt. Die Demokraten beschuldigen Trump, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Ermittlungen gegen seinen politischen Rivalen Joe Biden gedrängt zu haben, um die US-Präsidentschaftswahl 2020 zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Sie sehen es als erwiesen an, dass Trump von der Ankündigung solcher Ermittlungen unter anderem die Freigabe von Militärhilfe für Kiew abhängig gemacht habe. Als das herausgekommen sei, habe Trump alles daran gesetzt, die Ermittlungen des Repräsentantenhauses zu blockieren. Trump weist die Vorwürfe zurück.


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