22. Grazer Opernredoute im Zeichen des Glücks

Kaum zu glauben, aber es war schon die 22. Opernredoute im ehrwürdigen Hellmer&Fellner-Bau am Grazer Opernring - und am Samstag war es auch die erste Conferenciere, die den Tanz eröffnete: Mimin Maria Happel gab nach der Polonaise die Tanzfläche für die rund 2.500 Gäste in der von zehntausend Blüten geschmückten Oper frei. Zuvor gab es das „Schaulaufen“ auf der Feststiege.

Wie jedes Jahr warteten rund 800 Quadratmeter Walzerfläche, bespielt von zwei großen Orchestern, auf die Gäste des zwar nicht größten, aber schönsten steirischen Ball-Ereignisses. Zahlenmäßig sind da noch der am gleichen Abend stattfindende obersteirische Trofaiacher Feuerwehrball und der in einem Monat, am 21. Februar, angesetzte Bauernbundball die größeren Spektakel. Dazu werden rund 12.000 bzw. rund 16.000 Besucher erwartet.

Symbol für den unter dem Motto „Glück“ stehenden Abend in der Grazer Oper waren vierblättrige Kleeblätter - aus vier goldenen Herzen gebildet, und überall im Haus zu finden, diskret neben den tausenden pfirsichfarbenen Rosen, Orchideen und Amaryllis. Debüts allerorten im Opernhaus: Neben Conferenciere Happel - gewandet in ein dunkelblaues Kleid der Grazer Fashion-Schneiderei Ardea Luh - und den etwa 50 Debütantenpaaren gab auch der Berliner Marcus Merkel seinen Einstand bei der Stabführung für das Grazer Philharmonische Orchester mit dem „Rosenkavalier“ von Richard Strauss oder der Schnellpolka „Vergnügungszug“ von Johann Strauß Sohn. Das Eröffnungskomitee aus rund 100 jungen Damen und Herren hatte tagsüber noch eine letzte Generalprobe und tanzte zu Musik aus Antonin Dvoraks Oper „Rusalka“.

Rund eine Stunde vor der Eröffnung um 21.00 Uhr war auf der Feststiege noch ein kommodes Durchkommen, was sich aber traditionell ändern sollte - die meisten Gäste trafen erst in der letzten Stunde vor dem Auftakt ein - begrüßt von Intendantin Nora Schmied sowie dem Organisatoren-Duo Bernd Pürcher und Wolfgang Hülbig. Einer der ersten Eintreffenden war „Mister Ferrari“ Heribert Kasper, ein treuer Gast, der zwar im Vorjahr ausgesetzt hatte, aber diesmal Baumeister Richard Lugner mitbrachte. Letzterer gab Graz zum dritten Mal auf der Redoute die Ehre. Zu Mitternacht wartete ein Geheimnis als Einlage - das allerdings immer in großen Teilen zuvor durchsickert: Geografisch lag es zwischen den USA und Südkorea - zwischen „Kiss“ und Gangnam-Style.

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