Der Streit um das Kopftuch bewegt in der Schule kaum

Bischof Hermann Glettler hält das Kopftuch-Verbot an Volksschulen für „kontraproduktiv“ und die Ausweitung für „nicht sinnvoll“. Tiroler NMS-Direktoren berichten, dass nur ganz wenige eines tragen.

Würde eine Ausweitung des Kopftuchverbotes bis zum vollendeten 14. Lebensjahr bessere Integration bringen? Viele Lehrer bezweifeln das.
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Von Liane Pircher

Innsbruck, Telfs – „Wollen wir wirklich eine Religion an den Pranger stellen“, fragt Innbrucks Diözesanbischof Hermann Glettler im TT-Interview. Türkis-Grün plant, das derzeit an Volksschulen geltende Kopftuchverbot auf Mädchen bis zum vollendeten 14. Lebensjahr auszudehnen. „Mir ist die dahinterstehende Absicht suspekt“, meint Glettler. Am Samtag hatte Kardinal Christoph Schönborn sich gegen das Kopftuchverbot ausgesprochen. Wenn man beginne, solche religiösen Zeichen aus dem öffentlichen Raum auszuschließen, beträfe das alle Religionen, alle Kirchen oder Gipfelkreuze, meinte Schönborn.

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