Kitz-Charity-Trophy: Millionenhilfe für arme Bergbauern

Die 23. Kitz-Charity-Trophy ist Geschichte und wieder wurden durch den Promi-Event in Not geratene Bergbauern aus Nord-, Ost- und Südtirol unterstützt. In Summe bereits mit sagenhaften 2,36 Mio. Euro.

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Scheckübergabe mit Alfred Stern (Borealis), Bernie Ecclestone, Bernd Pischetsrieder, Nathalie Benko (Signa Holding), Birgit Lauda, Evi Klingler (Vertreterin der Bergbauernfamilien), Gerhard Berger, Charles Villoz (Longines), Rainer Seele (OMV) und Mark Garrett (Mabanaft, v.l.).
© WWP

Von Michael Mader

Kitzbühel –„Gemeinsam Spaß haben, gemeinsam Gutes tun.“ Ganz nach diesem Motto fand auch in diesem Jahr im Zuge der Hahnenkammrennen die Kitz-Charity-Trophy statt. Seit mittlerweile 23 Jahren fand im Anschluss der am Samstag stattfindenden Herrenabfahrt das Wohltätigkeitsrennen der besonderen Art statt.

Entstanden ist die Idee durch Grundbesitzer Klaus Reisch sowie Harti Weirather und Burghard Hummel von der Agentur WWP Weirather-Wenzel & Partner GmbH. Namhafte Persönlichkeiten aus Sport, Wirtschaft und Show-Business sollten durch ihre Teilnahme unschuldig in Not geratene Bergbauernfamilien aus Nord,- Ost- und Südtirol unterstützen – und die Veranstaltung war von Anfang an ein großer Erfolg. Durch das tatkräftige Mitwirken der Teilnehmer sowie treue Sponsoren und Partner konnte heuer ein Gesamtbetrag von 200.000 Euro erreicht werden. Eine stolze Summe, die nicht zuletzt dank der Schirmherren Dietrich Mateschitz, Bernd Pischetsrieder und Gerhard Berger möglich wurde.

Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel (l.) und Burghard Hummel (r.) von WWP mit dem Niki-Banner.
© WWP

In den Dienst der guten Sache haben sich heuer u. a. Stephan Eberharter, Benni Raich, Günther Mader, Hans Knauß, Marco Büchel, Didier Cuche, DJ Ötzi und Armin Assinger gestellt. Aber auch Streif-Streckenrekordhalter Fritz Strobl absolvierte den ausgesteckten Riesentorlauf für den guten Zweck.

In den 23 Jahren seit Bestehen der Charity-Veranstaltung kam so die sagenhafte Summe von 2,36 Millionen Euro zusammen – das freut die Initiatoren und Organisatoren ganz besonders.

Die diesjährige Kitz-Charity-Trophy hatte aber auch ihre traurigen Momente. So gedachte man auch mit einem Banner eines ganz besonderen Menschen, der durch sein aktives Engagement maßgeblichen Anteil an der Erfolgsgeschichte dieses Charity-Events hatte: Niki Lauda fungierte 22 Jahre lang an der Seite von Bernie Ecclestone als stellvertretender Renndirektor des Wohltätigkeitsrennens. Ein Part, den schon im Vorjahr Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel übernommen hatte. Heuer wurde er beim „Abwinken“ der Teilnehmer von Birgit Lauda unterstützt.

Tommy Hilfiger (l., Gründer Tommy Hilfiger) u. Daniel Grieder (CEO, Tommy Hilfiger Global and PVH Europe) im Dienst der guten Sache.
© WWP

„Es betrübt, dass Niki Lauda nur in unserer Erinnerung teilnehmen kann. Die Hoffnung besteht, Bernie Eccle­stone wird die Schirmherrschaft über dieses Charity-Rennen beibehalten, ebenso wie das Gedenken an Niki Lauda“, schreibt Klaus Reisch in einem Brief, nachdem er aufgrund einer schweren Bronchitis selber nicht zur Veranstaltung kommen konnte. Und er meint weiter – auch in Bezug auf Evi Klingler als Vertreterin der Bergbauernfamilien: „Neuerdings haben Träger großer Namen, mit Heiterkeit und Ernst vermengt, nicht für sich, sondern für die Linderung der Not anderer die großen Abfahrtsläufer nachgeahmt. Es gebührt ihnen besonderer Dank für ihren Einsatz und Beitrag. Mich freut, dass die in meinem Eigentum stehende Piste diesem Anlass dienen konnte. Die Not armer Bauern Tirols wird durch die Hilfe der Charity-Teilnehmer gemildert. Evi wird weiterhin sachlich die Zuweisungen prüfen. Es ist eine Unterstreichung für alle, wenn die Südtiroler die Quelle der Zuteilung aus Nordtirol als etwas besonders Einigendes empfinden.“


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