Slowenischer Ministerpräsident Sarec tritt zurück

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Sloweniens Regierungschef Marjan Sarec hat seinen Rücktritt angekündigt und Neuwahlen gefordert. Er könne mit seiner Koalition nicht mehr die „Erwartungen“ der Slowenen erfüllen, sagte Sarec am Montag in Ljubljana. Zuvor hatte bereits Finanzminister Andrej Bertoncelj seinen Rücktritt eingereicht. Zudem hatte es interne Streitigkeiten in der Regierungskoalition gegeben.

Der 42-jährige Sarec stand seit 2018 an der Spitze einer Minderheitsregierung aus fünf Parteien des Mitte-Links-Lagers. Der frühere Komiker und Kabarettist war zuvor Bürgermeister der Stadt Kamnik gewesen. Da das Regierungsbündnis keine absolute Mehrheit im Parlament hat, war es auf die Unterstützung der Partei Die Linke angewiesen. 2017 bewarb Sarec sich um das Amt des Staatschefs, unterlag aber knapp dem heutigen Präsidenten Borut Pahor.

Pahor muss nun mit den im Parlament vertretenen Parteien Gespräche über die Bildung einer neuen Regierung führen. Sarec sprach sich für Neuwahlen aus. Eine vorgezogene Parlamentswahl sei die „ehrlichste Sache“, sagte er. Die Wähler sollten darüber entscheiden, „ob sie mir vertrauen und ob sie wollen, dass ich meine Arbeit fortsetze“.

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