HCI-Obmann Hanschitz: „Das Ziel ist klar ausgesprochen“

Nach dem enttäuschenden zehnten Platz im Grunddurchgang der Erste Bank Liga richten die Innsbrucker Haie den Fokus auf die Qualifikationsrunde. „Ich muss einen Weg finden“, weiß Headcoach Rob Pallin.

Noch ist nicht aller Tage Abend – nach dem trüben Blick durch den Grunddurchgang wollen die Haie mit den Leistungsträgern Jan Lattner (l.) und Mike Boivin in der Quali-Runde zurückschlagen.
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Von Alex Gruber

Innsbruck – „Natürlich hatten wir viele Verletzungen und Erkrankungen, aber wir sind unter den Erwartungen geblieben“, redet HCI-Obmann Günther Hanschitz nicht lange um den heißen Brei herum, ehe ab Freitag die entscheidenden zehn Spiele auf die Haie warten. „An dieser Stelle gilt es einen Dank an die Fans zu richten, die uns trotz der Negativserie nie im Stich gelassen haben“, notiert er weiter. Damit tatsächlich noch die Qualifikation fürs Play-off gelingt, müssen sich einige Zahlen ändern.

159 Gegentreffer weisen die HCI-Defensive noch vor Schlusslicht Dornbirn (157) als löchrigste in der Liga aus. Elf Niederlagen in Serie (Torverhältnis 15:47) trugen maßgeblich dazu bei. Mit Neuerwerbung Luc Snuggerud und dem Comeback von Tyler Cuma soll sich die Lage verbessern.

89,7 Prozent beträgt die aktuelle Fangquote von Stanley-Cup-Sieger Scott Darling im Haie-Kasten, der nach der Wachablöse von C. J. Motte nicht den gewünschten Erfolg, sondern zunächst eher neue Probleme brachte. „Er hat sich gesteigert. Aufbauend auf einem starken Goalie können wir noch die Play-offs erreichen“, glaubt Hanschitz.

80 Mal oder womöglich sogar öfter fehlten den Haien im Grunddurchgang Spieler aufgrund von Verletzungen, Krankheiten oder Sperren. Mit Flo Pedevilla (23), Thomas Vallant, Tyler Cuma (je 13) oder Mike Boivin (7) war die Defensive betroffen, mit Tyler Spurgeon (8), Ondrej Sedivy (6), John Lammers oder Jesper Thörnberg (je 5) die Offensive. Die Haie waren von der Gehirnerschütterung abwärts Stammgäste in der Klinik und beim Doktor. „Es war eine verrückte Saison. Und jetzt, wo ich geglaubt habe, dass es vorbei ist, reißt sich Daniel, der die letzten Spiele sehr gut war, (Wachter, Anm.) noch das Kreuzband“, seufzt Pallin. Nachsatz: „Wir müssen dennoch einen Weg finden.“

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40 Partien hielten nur Torjäger Joel Broda sowie die beiden Eigengewächse Lukas Bär und Clemens Paulweber im Grunddurchgang durch. Die verstärkten Einsatzzeiten für Eigengewächse waren ein positiver Faktor. Der kampfstarke Jan Lattner musste wegen eines Virus nur die letzte Partie passen und rückt jetzt in der Quali-Runde in den Sturm vor.

32 Punkte reichten Neuzugang Caleb Herbert, um in der internen Punktewertung Platz eins vor Broda (31) zu belegen. Am meisten Eigenwerbung hat Verteidiger Boivin (27) betrieben. Viele spielen auch um einen neuen Vertrag. „Jeder muss sich beweisen“, sagt Hanschitz.

0 Chancen werden den Haien von vielen nach gerade einmal sieben Siegen in der regulären Spielzeit im Grunddurchgang vor der Quali-Runde eingeräumt. Denn mindestens ebenso viele Erfolge wird man jetzt brauchen, um noch einen Platz unter den Top drei der Quali-Runde zu erreichen. „Keiner glaubt an uns“, weiß Pallin. Am (Nicht-)Erreichen des Play-offs wird auch er gemessen. „Das Ziel ist klar ausgesprochen“, stellt Hanschitz klar. Zehn Spiele bleiben noch Zeit ...


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