Illegale Einreise von Tirol nach Deutschland mit dem Bus

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Ausländer versuchen laut Polizei häufig in Fernbussen mit gefälschten Papieren von Österreich nach Deutschland einzrueisen.
© Bundespolizei Rosenheim

Kufstein, Rosenheim – Auf der A93 zwischen Kufstein und Rosenheim hat die Rosenheimer Bundespolizei am vergangenen Wochenende rund 40 illegale Einreiseversuche in die Bundesrepublik Deutschland registriert. Bei den Grenzkontrollen stößt man laut Aussendung der Bundespolizei nicht nur auf Migranten, die keine Papiere haben, sondern trifft auch immer wieder auf Ausländer, die versuchen, mit falschen oder gefälschten Papieren einzureisen. „Wir haben im vergangenen Jahr jeden Monat durchschnittlich rund 20 Urkundendelikte zur Anzeige gebracht. Die meisten dieser Delikte stellen wir in Fernreisebussen fest“, berichtet der Leiter der Bundespolizeiinspektion Rosenheim, Reinhard Tomm. Über das Wochenende verteilt hat die Rosenheimer Bundespolizei 42 Personen in Gewahrsam genommen, die nicht über die erforderlichen Einreisedokumente verfügten.

Unter ihnen befand sich ein ugandischer Staatsangehöriger, der weder ein Visum noch eine sonstige Aufenthaltserlaubnis vorweisen konnte. Stattdessen führte der 33-Jährige, wie die Durchsuchung ergab, einen ugandischen Ausweis mit, der komplett gefälscht war. Zuvor hatte sich eine Frau, die ebenfalls mit einem Fernbus aus Italien unterwegs war, mit einer griechischen Identitätskarte ausgewiesen. Bei der Befragung wurde deutlich, dass sie des Griechischen nicht mächtig war. Als die Bundespolizisten ihren Ausweis buchstäblich unter die Lupe nahmen, fielen sogleich Manipulationen am Lichtbild auf. Damit konfrontiert, gestand die 36-Jährige ein, tatsächlich aus Syrien zu stammen. Nach ersten Ermittlungen ist das Dokument in Griechenland als gestohlen gemeldet worden.

In einem anderen Reisebus mit italienischer Zulassung fanden die Beamten bei einem afghanischen Busreisenden einen Fremdenpass und einen Führerschein. Die in Italien ausgestellten Dokumente erwiesen sich beide als Fälschungen.

Der 52-jährige Afghane wurde wie bereits der Ugander und die Syrerin jeweils wegen des illegalen Einreiseversuchs und des Urkundendelikts angezeigt. Den Männern hat die Bundespolizei die Einreise verweigert. Beide wurden zurückgewiesen und der österreichischen Polizei überstellt. Die syrische Frau wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge verwiesen. (TT)


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