Großes Verständnis für Absage des Koasalaufs in St. Johann

Gegen das Wetter ist der Mensch machtlos. Für diese Erkenntnis erntet der TVB nach dem Aus für den beliebten Lauf viel Zuspruch.

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Im Vorjahr gab es beim Koasalauf rund 2000 Starter aus mehr als 20 Nationen. Aufgrund des Schneemangels fallen die Rennen heuer aus.
© Sportalpen

Von Michael Mader

St. Johann i. T. – Auch wenn jetzt auf den Pisten am Fuße des Wilden Kaisers wieder einige Zentimeter Schnee liegen, die so wichtige „Unterlage“ für das beliebte Langlaufrennen fehlt und die Wetterprognosen der kommenden Tage versprechen für die Schneeauflage auch nichts Gutes.

An einen Imageschaden durch die Absage des 48. Koasalaufs glaubt der Geschäftsführer des Tourismusverbands St. Johann, Gernot Riedel, nicht: „Ganz im Gegenteil. Vor allem in den sozialen Medien ernten wir großes Verständnis, viele freuen sich schon auf das nächste Jahr. Wesentlich schlimmer wäre es gewesen, das Rennen mit aller Gewalt durchzudrücken und dann unzufriedene Teilnehmer zu haben.“

Natürlich habe man sich auch nach Alternativen umgeschaut, um eventuell auf einer verkürzten Strecke laufen zu können. „Bei 2000 Langläufern brauchen wir aber einfach beim Start eine gewisse Breite für sechs Spuren“, sagt Riedel. ­Nächtigungen würden jetzt in der Hochsaison kaum verloren gehen. „Wir haben die Teilnehmer auch aufgefordert, mit der finalen Buchung noch zu warten.“

Für Christian Schniersmayer, Chef des Organisationskomitees, und seine Mannschaft waren vor allem die vergangenen 14 Tage mit unzähligen Sitzungen sehr intensiv: „Wir sind ja mit Herzblut dabei. Die letzte Zeit war extrem anstrengend. Leider hat uns schon im Dezember die Grundlage gefehlt und der kommende Regen putzt uns auch noch den Rest weg“, begründet er die Absage.

Schneelieferungen wären jedenfalls nicht in Frage gekommen. „Für die 50 Kilometer lange Strecke hätten wir ja Tausende von Lkw gebraucht. So etwas machen wir sicher nicht“, erklärt Riedel.

Allerdings will man sich über alternative Streckenführungen Gedanken machen. Eventuell gibt es im Fall der Fälle eine kleinere Runde, die zwei- oder dreimal gelaufen werden muss. „Aber natürlich nach wie vor im Angesicht des Kaisers“, betont Riedel.


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