Mit 125 Euro monatlich nach drei Jahren stromautark

Die Tiwag bietet Privathaushalten eine besondere Photovoltaik-Offensive an. Allerdings ist das Angebot heuer vorerst auf nur 65 Anlagen limitiert.

Die LHStv. Josef Geisler und Ingrid Felipe präsentierten gestern mit Tiwag-Vorstand Thomas Gasser (v. l.) die neue Photovoltaik-Aktion der Tiwag.
© Dähling

Von Angela Dähling

Jenbach – Ein verlockendes Angebot mit begrenzter Stückzahl – das offeriert die Tiwag unterstützt durch das Land Tirol Privathaushalten, die sich künftig selbst über Photovoltaikanlagen am Hausdach mit Solarstrom versorgen wollen.

„Ein Haushalt mit vier Personen hat einen durchschnittlichen Stromverbrauch von 4000 kWh pro Jahr. Eine 4-kWp-Anlage kann diesen Bedarf in einem Jahr durch Sonnenenergie gewinnen“, erklärt Tiwag-Vorstandsdirektor Thomas Gasser. Die Tiwag bietet nun ein laut Gasser „schlüsselfertiges Rundum-sorglos-Paket“ für Anlagen mit drei, vier und fünf Kilowatt-Peak (kWp) an. Die Gesamtkosten der Anlage variieren zwischen 6000 und 9000 Euro und werden über eine monatliche zinslose Ratenzahlung rückerstattet. Gasser: „Und zwar mit monatlich 125 Euro, die drei, vier oder fünf Jahre zu zahlen sind.“ Zudem wird die Photovoltaik-Offensive „Sonnenfonds“ mit einmalig 400 Euro von der Tiwag und voraussichtlich 750 Euro aus dem Klima- und Energiefonds des Bundes gefördert. Der Weg in diese Stromunabhängigkeit unfasst die technische Abklärung durch die Tiwag, die Errichtung der Anlage durch einen Partnerbetrieb, Netzanschluss, Bauanzeige und Hilfe bei der Fördereinreichung.

Mit 500.000 Euro geht die Tiwag bei dieser Offensive in Vorleistung. Und hier kommt die Krux des Pilotprojektes: Die Sonnenfonds-Aktion ist auf 65 Anlagen beschränkt. „Es werden aber wohl ein paar hundert werden“, ist sich LH-Stv. und Energielandesrat Josef Geisler bewusst, dass hier sicherlich nachgebessert werden muss. „Wir wollen erstmal die Nachfrage eruieren“, lautet Gassers Erklärung für die geringe Zahl der geförderten Anlagen. Laut Geisler werden in Tirol jährlich rund 700 bis 800 Photovoltaikanlagen installiert. Geisler: „Auf acht von zehn Hausdächern in Tirol kann Energie aus Sonne gewonnen werden.“

Bis 2050 sollen etwa 40 Prozent des in Tirol erzeugten Stroms aus Sonnenenergie und ein Fünftel der gesamten Energieproduktion am Dach generiert werden. Laut LHStv. Ingrid Felipe, zuständig für Umwelt- und Klimaschutz, habe Tirol das Glück, auch im Winter viele nebelfreie Sonnentage zu haben. Es werde immer mehr Energie gebraucht, daher gelte es, die Energieeffizienz zu steigern und einen sinnvollen Ressourcenmix zur Verfügung zu stellen.

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