Neue Coronavirus-Verdachtsfälle in Wien und Kärnten

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Nur wenige Stunden nach der totalen Entwarnung sind in Österreich zwei neue Corona-Verdachtsfälle gemeldet worden. Zunächst teilte das Land Kärnten mit, dass ein Mann aus dem Bezirk Klagenfurt-Land nach einer China-Reise vom Amtsarzt zu Heimquarantäne angewiesen wurde. Wenig später wurde in Wien der Fall einer Philippinin bekannt, die sich mit leichten Symptomen im Krankenhaus befindet.

Die Frau war bereits am 20. Jänner von Hongkong nach Wien gereist. Nunmehr entwickelte sie grippeähnliche Symptome und hatte am Donnerstag unter anderem leichtes Fieber. Sie hatte sich in der Nacht ins Kaiser-Franz-Josef-Spital begeben. Die Frau ist bereits der sechste Verdachtsfall in Wien. Bei den vorherigen fünf gab es in allen Fällen nach dem Test Entwarnung.

Das Land Kärnten wiederum teilte mit, dass ein Mann aus dem Bezirk Klagenfurt-Land, der bis vor wenigen Tagen in der Provinz Shanghai und Umgebung unterwegs gewesen war, zunächst seinen Hausarzt aufsuchte. Er klagte über Symptome eines Atemwegsinfekts mit Fieber und Husten, worauf der Amtsarzt bis zum Vorliegen eines Untersuchungsergebnisses die Heimquarantäne verhängte. Laut Landessanitätsdirektion wurde zu Mittag eine Probe nach Wien zur Laboruntersuchung geschickt, ein Ergebnis wird frühestens am Freitag erwartet.

Die Landessanitätsdirektion Tirol wiederum leitete begleitende Maßnahmen ein, nachdem sich in der vergangenen Woche eine am Coronavirus erkrankte Frau aus Deutschland drei Tage lang auf der Dortmunder Hütte im Kühtai (Bezirk Imst) aufgehalten hatte. Die Hüttenwirtin wurde kontaktiert und 23 enge Kontaktpersonen identifiziert, teilte das Land am Donnerstag mit. In Deutschland gibt es vier bestätigte Fälle, alle Betroffenen sind Mitarbeiter der Firma Webasto aus Gauting in Oberbayern. Es handelt sich um drei Männer und eine Frau. In Tirol selbst gebe es indes nach wie vor keine Verdachtsfälle und daher auch keinen Grund zur Beunruhigung, wurde betont.

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Zuvor war vom Bundes-Gesundheitsministerium bekannt gegeben worden, dass sich sämtliche bisherigen Verdachtsfälle nicht bestätigt haben. Die sieben Österreicher, die sich in der chinesischen Provinz Hubei befinden, sollen demnächst ausgeflogen werden. Laut Außenministeriums-Sprecher Peter Guschlbauer ist eine Ausreise noch vor dem Wochenende geplant. Das genaue Vorgehen wird noch mit europäischen Partnerländern abgestimmt.


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