Coronavirus - Zahl der Toten in China steigt drastisch

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Die Infektionen und Todesfälle durch das neuartige Coronavirus in China haben den bisher größten Anstieg innerhalb eines Tages verzeichnet. Die Zahl der nachgewiesenen Erkrankungen kletterte um 1.981 auf 9.692, wie die Gesundheitskommission am Freitag in Peking mitteilte. Die Zahl der Toten stieg um 43 auf 213.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Donnerstag wegen des Virus den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Das bedeutet, dass die mehr als 190 Mitgliedsländer von der WHO empfohlene Krisenmaßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung untereinander koordinieren. Außerhalb von China gibt es inzwischen mehr als 50 Infektionsfälle in mindestens 18 Ländern.

Das US-Außenministerium erließ eine Reisewarnung für ganz China. Das Auswärtige Amt in Berlin warnte vor Reisen in die am stärksten betroffene Provinz Hubei und empfahl, nicht notwendige China-Reisen zu verschieben. Auch das österreichische Außenministerium rät zu einer Verschiebung nicht notwendiger China-Reisen. Von nicht notwendigen Reisen in die Provinz Hubei wird abgeraten.

In Österreich gibt es bisher keinen bestätigten Fall. Bei sechs Verdachtsfälle gab es nach dem Test Entwarnung, ein siebenter Verdachtsfall wird noch geprüft.

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Nach Deutschland gibt es mit Italien in einem weiteren Nachbarland Fälle des neuartigen Virus aus China: Italiens Regierungschef Giuseppe Conte bestätigte die ersten zwei Infektionen mit dem Coronavirus-Fälle. „Es handelt sich um zwei chinesische Touristen“, sagte Conte. Sie würden in einem Krankenhaus in Rom behandelt.

In Deutschland wurde ein fünfter Ansteckungsfall bestätigt. Wie bei den anderen vier deutschen Fällen handelt es sich um einen Mitarbeiter des im oberbayerischen Starnberg angesiedelten Automobilzulieferers Webasto, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstagabend mitteilte.

Mittlerweile sind von dem Virus mehr Menschen betroffen als vor 17 Jahren bei der SARS-Pandemie. Damals wurde das Schwere Akute Atemwegssyndrom (SARS) nach WHO-Statistiken bei 8.096 Menschen nachgewiesen.


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