Sophias und Maximilians sind in Schwaz auf dem Vormarsch

Statistiken zeigen, dass Schwaz eine vielschichtige Stadt ist. Von beliebten Babynamen bis hin zur toten Gams war 2019 ein spannendes Jahr.

  • Artikel
  • Diskussion
Während 2018 Valentina und Lukas die beliebtesten Namen waren, waren Sophia und Maximilian letztes Jahr in Schwaz die Spitzenreiter. (Symbolbild)
© Fabian Strauch

Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz – Ein Blick aufs vergangene Jahr zeigt in der Bezirkshauptstadt interessante Entwicklungen. Von den Haushalten, Geburten oder Religionsbekenntnissen bis hin zum Bericht des Wasenmeisters oder den vielen Veranstaltungen des SZentrums hat sich 2019 viel getan.

Jede Menge Neubauprojekte in Schwaz bedeuten auch einen Zuwachs an Hauptwohnsitzen. Im Vorjahr stieg die Zahl der Einwohner um 171 Personen auf insgesamt 13.807. Weiterhin wohnen mehr Frauen (7088) als Männer (6719) in Schwaz. Die Nationalitäten sind bunt gemischt. Der Großteil stammt mit 11.587 Personen aus Österreich. Auch viele Türken (375) haben sich in der Bezirkshauptstadt niedergelassen. Dahinter rangieren Bürger aus Deutschland (360), Kroatien (247), Bosnien-Herzegowina (206) oder Serbien-Montenegro bzw. Ex-Jugo­slawien (158). Auch Asylanten aus 18 verschiedenen Nationen leben in Schwaz. Dazu zählen u. a. Syrer, Afghanen, Russen oder Iraker.

Dass in Schwaz viel Bewegung herrscht, zeigen die Zuzüge. Etwa 1088 Personen haben in der Stadt ein neues Zuhause gefunden. Innerhalb der Gemeinde wechselten 776 Einwohner ihre Adresse. Schwaz verlassen haben 968 Menschen. Das sind um 112 Bewohner weniger als ein Jahr zuvor. Den Großteil der Haushalte (37 %) machen die Alleinwohnenden aus. Etwa 30 % teilen sich eine Wohnung. Der Rest setzt sich aus Drei- oder Mehr-Personenhaushalten zusammen. Damit ist auch klar, dass viele Schwazer nicht nur alleine wohnen, sondern auch ledig sind. Etwa 45 % sind nicht verheiratet. Das sind insgesamt 6217 Schwazer. Verheiratet sind hingegen 5518 Einwohner, diese machen etwa 40 % der Bevölkerung aus. Die Zahl der eingetragenen Partnerschaften ist in Schwaz von 2018 auf 2019 um zwei Paare auf 15 gestiegen.

Den Bund fürs Leben haben im Schwazer Standesamt im Vorjahr 129 Paare geschlossen. 2018 waren es 124 Ehen. Die meisten Brautleute stammen aus Schwaz (105), Vomp (40) und Terfens (22).

"Kaiserschmarrndrama": 50x2 Karten für den Premieretag gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

Bei den Geburten im Schwazer Bezirkskrankenhaus ist die Zahl von 703 Babys in den letzten beiden Jahren gleich geblieben. Zuwachs in der Stadt hat es mit 45 Buben und 49 Mädchen gegeben. Während 2018 Valentina und Lukas die beliebtesten Namen waren, hat sich das 2019 geändert, denn da waren Sophia und Maximilian die Spitzenreiter. Aber auch viele Emmas und Fabians wurden geboren.

Die Sterbefälle sind von 2018 auf 2019 um 14 Personen auf 117 gestiegen. Weiterhin im Vormarsch sind auf den Schwazer Friedhöfen die Urnen-Bestattungen. Von 96 Begräbnissen auf den Schwazer Friedhöfen waren nur zehn mit Sarg. 86 Verstorbene wurden in einer Urne beigesetzt.

Der Großteil der Schwazer ist zwischen 31 und 50 Jahre alt. Die älteste Schwazerin ist Hilde Mutschlechner mit 99 Jahren. Sie wird heuer 100. Der älteste Schwazer heißt Lorenz Danzl und ist 96 Jahre alt.

Viel los war im Vorjahr im SZentrum. Dort wurden über 310 Veranstaltungen abgehalten, was laut Stadtmarketing-Chef Manfred Berkmann eine Steigerung von 15 % bedeutet. Rund 191.000 Besucher lockte man mit Bällen, Konzerten oder anderen Veranstaltungen innerhalb eines Jahres an.

Da kann die Stadtbibliothek zwar nicht ganz mithalten, freute sich im Vorjahr aber dennoch über knapp 30.000 Besucher. Gut doppelt so viele Entlehnungen wurden zudem vermerkt. Im Durchschnitt wurden also etwa 5000 Medien pro Monat ausgeliehen.

Wie ein Krimi liest sich der Bericht des so genannten Wasen­meisters. Er war im Vorjahr neunmal im Einsatz und musste u. a. zwei tote Füchse und eine tote Gams am Zintberg einsammeln und entsorgen.


Kommentieren


Schlagworte