Subaru XV und Forester: Boxer, mild mit Strom gedopt

Subaru schickte die ersten Elektrifizierten – XV und Forester – in den hohen Norden. In den Startlöchern scharrt der stromassistierte Impreza.

Der Nächste auf dem Mild-Hybridisierungsprogramm von Subaru: der Impreza, wie der XV und der Forester auf Basis des 2,0-Liter-Boxers.
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Von Beatrix Keckeis-Hiller

Rovaniemi – Nicht von gestern, sondern ganz frisch ist die Schneedecke, die den Norden Lapplands gerade in festem Griff hat, bei minus 15 bis minus 30 Grad. Auch für Subaru sind die daraus resultierenden Eis- und Schneefahrbahnen auf Haupt- und Nebenstraßen am Polarkreis ein perfektes Vorführ-Parkett, um die Dynamik-Qualitäten der aktuellen Modellpalette vorzuführen. Im Mittelpunkt standen dieses Mal die neuen Mildhybride, genannt e-Boxer: der 2017 erneuerte XV und der gerade frisch aufgebaute Forester. Zentrale Kraftquelle ist jeweils der bekannte Zweiliter-Vierzylinderbenziner in Boxerbauweise, assistiert von einem 17 PS starken, ins stufenlose Getriebe integrierten E-Aggregat. Die erforderliche Batterie sitzt, den Schwerpunkt senkend, im Bereich der Hinterachse. Als Systemleistung ergibt das 150 PS (und 194 Nm). Das sorgt für mildes Strom-Doping, damit Minimierung von CO2-Emissionen und Verbrauch, auch anhand der Fähigkeit, rund 1,6 Kilometer rein elektrisch zu fahren. Das ergibt ebenso geschmeidigeres und spontaneres Vortriebsverhalten plus spürbarer Milderung des Gummibandeffekts der CVT-Automatik. Zur Standard-Ausrüstung gehört, wie in allen Subarus, das permanente, symmetrisch angelegte Allradantriebssystem, flankiert vom neu konfigurierten und verfeinerten Offroad-Assistenten (X-Mode). Diese Kombination resultiert in geradezu stoisch konstanter Traktion und Spurstabilität bei gleichzeitiger Leichtfüßigkeit und bemerkenswerter Einlenkpräzision, ob auf kurvenreichem Handling-Parcours (bergauf genauso wie bergab) oder auf öffentlichen, abwechselnd eisig spiegelglatten oder frisch gespurten Fahrbahnen.

Während XV und Forester gerade ihre ersten Marktstartschritte absolvieren, hat Su­baru bereits den nächsten Kandidaten parat: den Impreza, mit gleichem Antriebssystem und, das ist anzunehmen, gleicher Leistungsausbeute. Die Elektrifizierung des Kompakten, unverändert allradgetrieben, geht einher mit einer optisch dynamisierenden Überarbeitung, samt erweitertem Assistenzsystem-Konvolut (EyeSight). Zum intensiven aktiven Ausprobieren stand er noch nicht zur Verfügung. Doch versprechen feine Fahrwerkabstimmung, ausgewogene Balance und Agilität auch für den Impreza geschärfte Fahrdynamik-Eigenschaften, was nicht alleine aufs Hubraum-Plus gegenüber dem aktuellen Verbrenner zurückzuführen ist. Das Debut des elektrifizierten Kompakten ist für Mitte des Jahres angekündigt. Der konventionelle 1,6-Liter bleibt vorerst im Programm (Preis: ab 24.350 Euro).

Der XV kostet als e-Boxer ab 31.990, der Forester ab 36.990 Euro. Der Preis des hybridisierten Impreza steht noch nicht fest.

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