Bedarf in Landeck nicht gedeckt: „Bezirk braucht noch viele Tagesmütter“

Anne Tosmasov ist neue Geschäftsführerin beim Landecker Tagesmütterverein. Sie wirbt um Frauen, die in den Tagesmutterberuf einsteigen möchten.

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Anne Tosmasov hat kürzlich die Geschäftsführung des Landecker Tagesmüttervereins von ihrer Vorgängerin Ingrid Bürger übernommen.
© Wenzel

Landeck – Sie habe eine berufliche Aufgabe gesucht und gefunden, freut sich Anne Tosmasov aus dem Stanzertal. Bisher machte sie Jobs in der Unternehmensführung und arbeitete als Übersetzerin. Beim „Verein der Tagesmütter, Kinderspielgruppen und Kinderkrippen im Bezirk Landeck“, so der vollständige Name, werde sie vorwiegend im Backoffice tätig sein – in der operativen Leitung. Zwar mussten die Tagesmütter in der Vergangenheit „immer um Geld betteln“, wie Vorgängerin Ingrid Bürger erzählte, die Größenordnung des Budgets ist dennoch auf eine Million Euro geklettert.

„Motiviert bin ich schon allein deswegen, weil ich für meine eigene Kinderbetreuung eine Tagesmutter gehabt habe“, erzählte Tosmasov gestern Freitag. „Ich weiß den Wert der professionellen Kinderbetreuung aus eigener Erfahrung zu schätzen.“

Im Moment sind, so die Geschäftsführerin, neun Tagesmütter bezirksweit in Kinderbetreuungseinrichtungen tätig. „Aber wir brauchen immer wieder neue Tages­eltern.“ Wobei sie von „Tageseltern“ weniger gerne rede. Der einzige Tagesvater, der jemals im Bezirk Landeck beschäftigt war, habe sich nach kurzer Zeit verabschiedet.

Der nächste Ausbildungskurs beginnt im Herbst, das AMS trägt die gesamten Kosten. Infos und Anmeldung: Tel. 05442/62970, office@tagesmuetter-landeck.at (hwe)

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