Park-&-Ride in Landeck-Zams: Ausbau im 10-Jahres-Plan

Die Landecker Park-&-Ride-Anlage ist zu 110,5 Prozent ausgelastet. Auf Anfrage von Stadtchef Jörg teilten Land und ÖBB mit, der Ausbau sei im „Tirol-Vertrag 2“ fixiert.

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Die Park-&-Ride-Anlage am Bahnhof Landeck-Zams platzt aus allen Nähten. Nutzer beschwerten sich kürzlich, dass wegen mangelhafter Schneeräumung einige Stellplätze wegfallen würden.
© wenzel

Landeck, Zams –Wie kürzlich berichtet, platzt die Park-&-Ride-Anlage am Bahnhof Landeck-Zams aus allen Nähten. Im Zuge der Bahnhof-Modernisierung, die 2004 mit einem Investitionsvolumen von 48 Mio. Euro abgeschlossen wurde, entstanden 190 Pkw-Stellplätze. Heute übersteigt die Nachfrage längst das Angebot: Laut jüngster Studie von ÖBB und Land Tirol ist die Park-&-Ride-Anlage „zu 110,5 Prozent“ ausgelastet. Wochentags sorgen Pendler aus dem Bezirk schon in den frühen Morgenstunden für eine Vollauslastung, auch Plätze mit Parkverbot im weiteren Umfeld des Bahnhofs werden genutzt.

Vorige Woche hat Landecks Stadtchef Wolfgang Jörg mit einer Anfrage an die ÖBB reagiert. „Das Pendleraufkommen nimmt weiter zu. Aus diesem Grund ist es notwendig, dass am Ausbau der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur weitergearbeitet wird.“ Die Erweiterung von Stellplätzen am Bahnhof sei keinesfalls ein neues Anliegen der Stadtgemeinde. Der Ausbau der Park-&-Ride-Anlage habe oberste Priorität.

Im Antwortschreiben, das aus dem Büro von LHStv. Ingrid Felipe (zuständig für Verkehrspolitik und öffentlichen Verkehr) kam, heißt es: Auf Grundlage der Bedarfsstudie würden heuer Verhandlungen über die Infrastrukturmaßnahmen für die kommenden zehn Jahre im so genannten „Tirol-Vertrag 2“ abgeschlossen. „In diesen Vertrag wird auf Grund der belegbaren Zahlen auch der Bahnhof bzw. die Park-&-Ride-Anlage Landeck-Zams aufgenommen.“

Bei der TT traf am Freitag in Zuammenhang mit der Parkplatzmisere eine Pendler-Beschwerde ein: Er habe seinen Pkw nicht abstellen können, weil mehrere Schneehaufen „mindestens acht Plätze“ blockieren würden, schilderte der Mann. Dann habe er sein Fahrzeug unter Zeitdruck unweit des Bahnhofs in einer Parkverbotszone abgestellt und dabei prompt einen Strafzettel kassiert. (hwe)


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