In Vomp wird es zugleich langsamer und schneller

Die Gemeinde hat eine 40-km/h-Zone für den ganzen Ort beantragt. Auch vier weitere Blitzer und bauliche Maßnahmen sind geplant.

Die Radarsäule im Bereich des Vomper Friedhofes hat ziemlich viel Ärger auf sich gezogen. Bald könnten vier weitere Blitzer folgen
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Von Eva-Maria Fankhauser

Vomp –Für die einen wird es schneller, für die anderen langsamer. Denn der Vomper Gemeinderat hat nun eine 40-km/h-Zone für den ganzen Ort beschlossen. Dem voraus ging ein Verkehrsgutachten. Nun muss nur noch die Behörde zustimmen und es herrscht in Vomp ein einheitliches Verkehrslimit.

Der Beschluss wurde im Gemeinderat einstimmig gefasst. „Aber das war zugegebenermaßen nicht ganz einfach und es brauchte schon ein paar Kompromisse“, sagt BM Karl-Josef Schubert. Aber eine 30er-Zone bleibe: und zwar jene beim Friedhof bzw. entlang der Schule. Dort habe man nämlich schon vor gut zwei Jahren für einen Blitzer gekämpft, der für mehr Verkehrssicherheit in diesem Bereich sorgen soll. Der Blitzer ist seither berühmt-berüchtigt. Denn die Radarsäule ist vielen Vompern lange Zeit nicht aufgefallen, bis die ersten Anonymverfügungen ins Haus flatterten, und das waren laut Bezirkshauptmannschaft damals so viele wie sonst nirgendwo in so kurzer Zeit. Einen hat die Radarsäule so erzürnt, dass er mehrmals auf sie geschossen hat – die TT berichtete.

Die Einnahmen aus den Tempoüberschreitungen landen übrigens in der Gemeindekassa und werden laut BM Schubert ausschließlich für die Verkehrssicherheit im Ort investiert. Daher plant die Gemeinde einen Zuwachs an Radarmessgeräten im Ort. Vier weitere Blitzer sollen die Verkehrsteilnehmer einbremsen: in Altmahd, in der Au, bei der Mittelschule in Fiecht und am Schützenweg. Dazu sind aber noch Messungen der Polizei nötig. Nur wenn innerhalb einer bestimmten Zeit, gemessen zu zwei verschiedenen Jahreszeiten, die Geschwindigkeitsüberschreitungen über eine gewisse Anzahl hinausgehen, werden die Radargeräte bewilligt.

Die geplanten Blitzer lassen also noch einige Zeit auf sich warten. Mit der 40er-Zone rechnet BM Schubert aber bis zum Sommer. Sobald die Zustimmung der Bezirkshauptmannschaft da ist, will Vomp noch einen Schritt weitergehen. „Durch Vomp verläuft auch eine Landesstraße. Da braucht es die Zustimmung des Landes für einen 40er. Der sollte dann vom westlichen Dorfende bis zum Schuhhaus Prantl gelten. Immerhin geht es da durch das gesamte Wohngebiet“, sagt BM Schubert.

Für ihn ist klar, dass der neue 40er nicht allen im Ort gefallen wird. Aber der Gemeinderat war sich einig, dass man hinsichtlich des Verkehrsgutachtens eine gute Basis schaffe. „Wir können es niemals allen recht machen“, sagt er. Das Gutachten sei schon einige Zeit fertig gewesen, doch es habe intensive politische Beratungen gebraucht, bis man sich einig wurde. Die Einigkeit im Gemeinderat war dem Ortschef aber wichtig. Ein politisches Hickhack in Sachen Verkehr wollte er vermeiden. „Dann schließe ich lieber Kompromisse“, stellt Schubert klar.

Die künftige 40er-Zone bedeutet für die Gemeinde aber auch bauliche Maßnahmen. Unter anderem müsse man laut BM Schubert die Einfahrt Altmahd im Osten umbauen. „Ob wir einen Hügel oder Straßenverzug machen, müssen wir noch prüfen. Auf jeden Fall etwas, das den Verkehrsteilnehmer zwingt, langsamer zu fahren“, sagt er. Denn dort würden oftmals Autofahrer mit 60 bis 70 km/h durchrasen. Weiters werde der Schützenweg in Angriff genommen. Dort soll ein Gehsteig entstehen. Allein diese Maßnahme koste etwa 300.000 Euro. Geld, das man u. a. aus den Blitzer-Einnahmen lukriere.


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