Grüne orten Wendepunkt bei Seilbahnprojekt Medrigkopf

Die Reaktionen der Koalition auf den Behördenentscheid fallen different aus. Die Grünen sehen einen Wendepunkt.

  • Artikel
  • Diskussion
VP-Klubchef Jakob Wolf (r.) will „ergebnisoffen“ diskutieren. Sein grünes Pendant im Land, Gebi Mair, sieht beim Koppeln „Vor- und Nachteile“.
© Kolland

Innsbruck –Das Seilbahnprojekt „Medrigkopf“ samt dazugehöriger Piste hat keine naturschutzrechtliche Genehmigung erhalten, die TT berichtete. Dies deshalb, weil die Behörde eine verträglichere Alternative im Verfahren aufgezeigt hat, die dem Projektwerber zumutbar sei.

Für Grünen-Klubobmann Gebi Mair ist das ein bemerkenswertes Signal und ein Wendepunkt: „Projektwerber müssen sich von nun an ernsthaft mit weniger schädlichen Alternativen in ihren Projekten auseinandersetzen.“ Das gelte auch für große Infrastrukturprojekte, die „häufig als Friss-oder-stirb-Projekte“ gedacht waren. Die von Gesetzes wegen nötige Alternativenprüfung könne ein wirksames Instrument werden, so Mair.

Mairs Koalitionspendant, VP-Klubchef Jakob Wolf, hält weiter daran fest, dass sich die Politik in Behördenverfahren nicht einzumischen habe. Es sei die Aufgabe solcher Verfahren, gelindere Optionen und Alternativen aufzuzeigen: „Das ist immer noch besser, als einfach nur Nein zu sagen.“ (mami)

10x Wanderausrüstung zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte