Landecker Schützen erinnerten an den Holocaust

Bei der Urkundenverleihung: Anton Zangerl, Florian Haag, Alexander Lutnyk, Martin Lechleitner, Bruno Schönherr, Josef Krabichler, Wolfgang Jörg, Hermann Kuen, Martin Schönherr und Josef Graber (v. l.).
© Schützenkompanie Landeck

Landeck – Nicht nur ein Resümee über die zahlreichen Aktivitäten im Maximilianjahr 2019 zog die Schützenkompanie Landeck kürzlich bei der Jahreshauptversammlung, die erstmals im Szenelokal „Zone“ über die Bühne ging. Hauptmann Bruno Schönherr griff auch das Thema 75 Jahre Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Jänner auf. „Ein Jahrtag, der uns veranlassen muss, zu hinterfragen, wie wir es mit unseren Grundwerten Freiheit und Würde des Menschen halten“, sagte Schönherr. „Erleben wir derzeit nicht auch eine Verrohung der Sprache und zahlreiche Ausgrenzungen, denen mit Zivilcourage zu begegnen ist? Wir haben darauf zu achten, dass sich nicht der Kleingeist des dumpfen Eigenbrötlertums breitmacht.“ Die Schützen sollen, so Schönherr, offen sein für Neues, dabei aber „stets die eigenen Werte vertreten und Traditionen nicht über Bord werfen“.

Der Dank von Obmann Josef Graber galt der Stadtgemeinde sowie den Gönnern und Sponsoren, die 2019 die aufwändige Restaurierung der Schützenfahne unterstützt hatten. Noch etwas hob Graber hervor: „Die Bilanz der Kompanie bei den Aktivitäten passt. Aber wir haben derzeit kaum Nachwuchs und würden uns sehr über neue Jungschützen freuen.“ (hwe)

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