Norbert Feldner: „Es kommen Lieder auf die Welt“

Der Liedermacher Norbert Feldner tritt am Freitagabend bei einem Contest in Toblach auf. Freitagabend ab 20 Uhr besteht Gelegenheit, den Autodidakten beim Euregio-Festival „Winto.klong“ live zu hören.

Norbert Feldner tritt als „Nobird“ mit eigenen Liedern in seiner Muttersprache, dem Deferegger Dialekt, auf.
© Feldner

Von Christoph Blassnig

Lienz, Toblach –Bis Mitte 40 habe er immer nur „hinaufgegluschtet“ auf die Bühnen. „Das wäre etwas für mich, das möchte ich auch“, habe er nur bei sich gedacht. Doch lange Zeit fehlte dem Osttiroler Multitalent Norbert Feldner einfach der Mut, tatsächlich selbst vor Publikum aufzutreten. „Ich habe immer noch riesigen Respekt und volle Hosen“, gesteht Feldner, der seit zwei Jahren als Solokünstler „Nobird“ mit seiner Gitarre seine eigenen Kompositionen im Deferegger Dialekt zum Besten gibt. „Aber es wird langsam besser.“

Freitagabend ab 20 Uhr besteht Gelegenheit, den Autodidakten beim Euregio-Festival „Winto.klong“ in Toblach live zu hören. Mit fünf anderen Musikern wurde „Nobird“ zum Contest der Cantautori, zum Contest der Liedermacher, eingeladen. Fünfzehn Minuten lang hat jeder der sechs Teilnehmer die Möglichkeit, sich und seine Kunst heute im Gustav Mahler Saal zu präsentieren. „Es kommen laufend Lieder auf die Welt“, beschreibt der Liedermacher sein musikalisches Schaffen.

Norbert Feldner hat viele Facetten. Geboren und aufgewachsen ist er in Hopfgarten im Defereggen. Nach der Lehre als Elektriker arbeitete er als Bauer, Skilehrer und Masseur und reiste viel. Nach einem Studium der Religionspädagogik an der Theologischen Fakultät in Innsbruck unterrichtete Feldner am Gymnasium in Lienz. Aus dem staatlichen Schulbetrieb verabschiedete er sich und gründete mit seiner Frau Lydia Lienharter-Feldner die Schulwerkstatt, mit offiziellem Namen „Integratives Zentrum für selbstbestimmtes Lernen mit staatlicher Genehmigung“. Nach fünfzehn Jahren alternativer Schule schloss die Einrichtung vor drei Jahren ihre Pforten.

Norbert Feldner ist Vater von drei Kindern und lebt in Lienz. Von seinem Bruder hat er den Bergbauernhof in Hopfgarten gepachtet und bewirtschaftet diesen, indem er pendelt. Neben seinem Soloprojekt als „Nobird“ tritt Feldner auch mit der Band Kuchlrock auf. Mit der ebenfalls aus dem Defereggental stammenden und heute im Zillertal lebenden Lyrikerin Claudia Wisiol formte Feldner das Projekt phonmiraus.

Erschienen sind von Norbert Feldner bisher drei Kinderbücher und mehrere CDs. Er ist auch Autor einiger Theaterstücke.


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