Jaguar F-Type: Sieben Jahre und ein bisschen leise

Die umfassende Erneuerung bringt den seit 2013 gebauten Jaguar F-Type wieder auf die Höhe der Zeit.

Individualist abseits des deutschen Mainstreams und italienischer Aufgeregtheit: der Jaguar F-Type.
© Hersteller

Von Stefan Pabeschitz

Porto – Schon der Name machte vor sieben Jahren klar, wo Jaguar mit seinem neuen Sportwagen anzuknüpfen gedachte – an den legendären E-Type. Die erste Hälfte dessen beeindruckender Bauzeit von über vierzehn Jahren hat der F-Type nun bereits hinter sich. An seiner grundlegenden Konstruktion mit Front-Mittelmotor, Heck- oder Allradantrieb und Radaufhängungen mit Doppelquerlenkern gab es nichts zu verbessern, nur Detailabstimmungen wurden vorgenommen.

Im Außendesign ist der Briten-Sportler etwas weniger konturiert, dafür aber schnittiger geworden. Die Scheinwerfer sind in die Waagrechte gerutscht, Jaguar wendet dabei erstmals Pixel-LED-Technik an, die das extrem schmale Layout ermöglicht. Auch Bug- und Heckschürze wurden großzügig umgestaltet, die Rückleuchten sind kantiger und prägnanter geworden. Drinnen zieht erwartungsgemäß mehr digitales Equipment ein, der Abschiedsschmerz von den schönen Rundinstrumenten wird durch ein variables HD-Display mit beeindruckender Grafik versüßt. Dazu ist der F-Type jetzt immer online und hat sogar eine Spotify-App für den individuellen Streaming-Soundtrack vorinstalliert. Vielleicht, weil die Motoren selbst zwar immer noch schön, aber auch relativ artig klingen.

Neu unter dem Blech ist die mittlere der drei Leistungsstufen, die bisher mit einem V6 zu 380 PS besetzt war. Den haben die neuesten Emissionsvorschriften gekillt – die Trauer hält sich aber in Grenzen, weil er durch einen V8 ersetzt wurde, der 450 Pferde aufbietet. Das F-Type-Programm besteht somit aus einem 2-Liter Vierzylinder mit 300 PS und zwei 5-Liter-V8, wobei der stärkere zu 575 PS nur mit Allradantrieb zu haben ist. Für den anderen Achtender dürfen entweder die hintere oder beide Achsen angetrieben sein und die Empfehlung geht eindeutig Richtung der Heckvariante.

Die Sitzposition im Fahrzeugmittelpunkt trägt zum besonderen Erleben des Kräftespiels bei. Sorgen, dass die Hinterachse mit der Leistungsabgabe überfordert sein könnte, sind unbegründet: Auch mit abgeschalteten elektronischen Fahrhilfen reicht die pure mechanische Hardware, um die 450 PS und 580 Newtonmeter Drehmoment souverän zu bändigen.

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Der Einstieg in Jaguars rundumerneuerte Sportwagen-Liga beginnt bei 74.736 Euro für den P 300, ab 111.905 Euro ist der P 450 zu haben, der P 575 liegt bei 153.248 Euro.


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