Schemenlaufen in Imst: Für den Humor sorgen die Labera

Am Sonntag steht in Imst nach vier Jahren das große Schemenlaufen mit 950 Masken an.

Im Mittelpunkt des Imster Schemenlaufens stehen sicherlich die Roller und Scheller.
© Bossenmaier

Imst – Ab heute ist Imst endgültig im Ausnahmezustand: Am Nachmittag fahren am Stadtplatz nacheinander die sieben großen Fasnachtswägen auf. Seit Monaten wurde geheim gehalten, mit welchen Themen sich die Wagenbauer beschäftigen. Doch der große Tag steht morgen an, wenn das Schemenlaufen nach vier Jahren Pause endlich wieder stattfindet. 950 Masken setzen sich dann am Sonntag ab 9.30 Uhr beim Aufzug in Bewegung – hinauf in die Oberstadt zur Pfarrkirche, wo um Punkt 12 Uhr der Umzug beginnt.

Überblick über Fasnacht und Fasching in Tirol

Im Mittelpunkt stehen dabei die 62 Roller- und Schellerpaare sowie die zwölf Laggepaarle. Umkreist werden diese von den Ordnungsmasken, den Spritzern und Sacknern in verschiedensten Ausführungen. Hexen und Hexenmusig, Bären, individuelle Masken wie Kübelemajen, Korbweibelen, Vogelhändler oder Kaminer sowie die Stadtmusik und die Fasnachtswägen runden den bunten Zug ab.

Auch wenn der „Kroas“ strengen Regeln und das „Gangle“ der Roller und Scheller alten Überlieferungen unterliegt – das Schemenlaufen hat auch seine humoristischen Seiten. Dafür sorgen neben dem Komitee, welches das „Figatter“ nach der Fasnachtsmesse am Sonntagmorgen zur Aufführung bringt und das „Rof’n-Kathele“ herausgibt, natürlich die Labera. Die verfassen nämlich nicht nur das „Ratsche-Seppele“, sondern haben auch die große Erzählung über das Missgeschick eines Imsters im Gepäck. „Da gibt es ein Einführungs-, ein Haupt- und ein Ausgangslied“, erklärt der Säckelmeister der Labera, Pepo Eisenbeutl. Beim Schemenlaufen ist die „Labera Vier“, eine der an sich vier Imster Gruppierungen, für diesen Part verantwortlich. Manfred Fasching hat dazu ein Plakat gemalt, das bei der Deklamation eine Hauptrolle spielt.

Die humoristische Speerspitze bilden die Labera – dafür wurde in den vergangenen Wochen eifrig geprobt.
© Imster Fasnacht

Wer als Besucher mit den Öffis anreist, dem winkt am Sonntag bei Vorweis des Hinfahrtstickets eine kostenlose Rückfahrt mit allen Zügen oder Bussen (ausgenommen Fernverkehrszüge sowie die Kernzone Innsbruck). Vom Bahnhof Imst zur Veranstaltung ist ein Gratis-Bus-Shuttle eingerichtet. (pascal)


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