Marianne Rosenbergs „50 Jahre im Namen der Liebe“

Schlagerikone Marianne Rosenberg veröffentlicht im März ihr neues Album „Im Namen der Liebe“.
© Telamo

Berlin – Marianne Rosenberg meldet sich zurück und zelebriert mit einem neuen Album 50 Jahre ihrer außergewöhnlichen Karriere auf eine ganz eigene Weise.

Die Rosenberg legte ihre ganze kreative Energie in diese Platte, und das hört man sofort. Die Schlagerikone nimmt ein vertrautes Gefühl, eine ganz ursprüngliche Energie, und überführt diese ins musikalische Hier und Jetzt: Bisher wurden zwei vielversprechende Vorab-Singles veröffentlicht, die 12 Songs ihres neuen Albums klingen nun wie ein zeitgenössisches Update des klassischen Rosenberg-Sounds, wahrscheinlich auch, weil sie in die Hansa-Studios zurückgekehrt ist, wo vor einem halben Jahrhundert alles anfing.

Aufgewachsen in einer Berliner Künstlerfamilie, wurde Marianne Rosenberg schon als 13-Jährige bei einem Nachwuchswettbewerb entdeckt. Bereits die Debütsingle „Mr. Paul McCartney“ traf den Zeitgeist, den sie in den Siebzigern mit Hits wie „Er gehört zu mir“, „Lieder der Nacht“ oder auch „Marleen“ wie kaum eine andere prägen sollte.

Im Jahrzehnt darauf ging sie neue Wege, brach mit dem Pop-Geschäft, arbeitete z. B. mit Extra­breit und Rio Reiser zusammen, textete ab da konsequent selbst und avancierte zu einer frühen Ikone der Schwulenbewegung.

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Unzählige Hits später und unendlich viel reifer präsentiert sich die Musikerin heute noch immer stimmgewaltig, leidenschaftlich und authentisch. Und so beschwört Marianne Rosenberg im Verlauf des neuen Albums die Liebe in all ihren Facetten und Formen herauf – auch gegen Hass und Intoleranz: „Hass hat Hass nie besiegt – lass es Liebe sein“, heißt es im Titelsong, mit dem sie das Jubiläumsjahr eröffnet – und auch dieses Mal stammen die Songtexte durchweg aus eigener Feder.

Rosenberg ist stolz auf das Werk: „In den Hansa-Studios wieder anzukommen, ließ mich auch erkennen: Es besteht keine Notwendigkeit, sich so aufzuplustern. Es gibt nur eine Notwendigkeit: Sing mit dem Herzen.“ Diesen Rat habe ihr schon der Vater einst mit auf den Weg gegeben. Dass sie ihn noch immer beherzigt, hört man deutlich auf dem neuen Album, das im März erscheint. (hubs)


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