Gattertötung in Kaisers: Bevölkerung wollte „Gemetzel“ stoppen

33 Stück Wild wurden Sonntagnacht in Kaisers innerhalb des Reduktionsgatters 45 Minuten lang abgeschossen. Erboste Einheimische kamen zusammen, konnten aber nichts ausrichten. Das Land verteidigt die Vorgehensweise.

Der Abschuss von 33 Stück Wild traf die Einwohner von Kaisers völlig unerwartet.
© Gemeinde Kaisers

Von Helmut Mittermayr

Kaisers, Innsbruck – Sonntag um 20.30 Uhr schreckten die Kaiserer auf. Ein lauter Knall hallte durch die Stille des Tales. Das große Abschießen hatte begonnen und traf die Bevölkerung, die gerade noch eine Petition dagegen verfasst hatte, unerwartet – und ins Mark. Ein von der Tiroler Veterinärbehörde engagierter Jäger und ein Gehilfe hatten mit ihrem Werk begonnen.

Das halbe Dorf, fast 40 Leute, liefen zum „Tötungsgatter“, wie sie es schon lange bezeichnen. Ausrichten konnten sie nichts mehr. 33 Stück Rotwild waren zusammengeschossen worden. Weit mehr als jene 20, die im Zuge der Tbc-Seuchenbekämpfung per Bescheid vorgeschrieben worden waren. Die Polizei aus Reutte und Elbigenalp konnte die Leute nicht aufhalten. Schreiduelle mit dem und Beschimpfungen gegen den Amtstierarzt waren die Folge.

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