Heiße Asche in Schuppen löste Großbrand in der Wildschönau aus

19 Menschen flüchteten Sonntagnacht in das provisorische Notquartier, als ihr Zuhause in Flammen aufging. Nun steht auch die Brandursache fest.

In einem der Holzhäuschen brach das Feuer aus, griff auf angrenzende Stadel über und bahnte sich so den Weg bis zum Wohnhaus. 19 Personen mussten von dort evakuiert werden.
© Silberberger

Wildschönau – In der Mehrzweckhalle der Feuerwehr im Wildschönauer Ortsteil Auffach drängt sich Feldbett an Feldbett. 19 Menschen flüchteten Sonntagnacht in das provisorische Notquartier, als ihr Zuhause in Flammen aufging – die TT berichtete. Gestern durften sie in ihre vorübergehende Bleibe übersiedeln – eine derzeit geschlossene Pension.

Nun steht auch die Brandursache fest: Ein Bewohner des Hauses hatte bereits am Freitag Asche aus einem Ofen im Holzschuppen entsorgt. „Er war der Meinung, dass diese schon erkaltet ist“, berichtet Polizei-Brandermittler Markus Unterweger. Die Glut fraß sich durch den Holzboden, es entwickelte sich ein Schwelbrand, der die umliegenden Holzhäuschen in Brand setzte und letztlich auf das Wohnhaus übergriff.

250 Feuerwehrmänner kämpften 12 Stunden lang gegen die Flammen, die auf das Wohnhaus übergriffen.
© FF Auffach

Die Glaubensgemeinschaft lebte dort sehr zurückgezogen und unauffällig, heißt es in der Wildschönau. Zu den übrigen Dorfbewohnern habe es kaum Kontakt gegeben. Dennoch hält man nach dem Brand zusammen. Wirte bringen Essen vorbei, Bürger spenden Kleidung. „Wir sind froh, dass man uns die Pension zur Verfügung stellt. Dort ist alles vorhanden – von den Betten bis zum Geschirr. Wir werden die Bewohner als Gemeinde unterstützen“, sagt Bürgermeister Hannes Eder.

Wie es mit dem Wohnhaus weitergeht, ist unklar. Die Löscharbeiten haben das Gebäude, das die Gruppierung vor Jahrzehnten erworben hat, stark in Mitleidenschaft gezogen. „Aus heutiger Sicht muss man es aber nicht abreißen“, meint Unterweger.

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Das Feuer war am Sonntag gegen 1 Uhr Früh ausgebrochen. 250 Feuerwehrmänner standen 12 Stunden im Einsatz, 19 vorweg ältere Personen wurden evakuiert und im Notquartier versorgt. Die Feuerwehr sicherte auch mehrere Gasflaschen, die im Haus gelagert waren. (jazz)


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