Guggenheim-Museum soll Gäste nach Tirol bringen

Tourismus-Visionär Günther Aloys will mit einem Wahrzeichen – wie einem Guggenheim-Museum – Gäste aus Fernost anlocken.

So wie in dieser Visualisierung könnte das neue Guggenheim-Museum laut Aloys aussehen.
© Workshop Ischgl

Innsbruck – Tourismus-Vordenker Günther Aloys will auch im Wintertourismus, wie bereits berichtet, künftig auf Gäste aus China setzen. Denn mit zunehmendem Wohlstand wachse dort auch die potenzielle Zielgruppe, die vom alpinen Österreich angezogen werde. Mit einer neuen Idee will Aloys nun den österreichischen Alpintourismus beleben. Er wünscht sich ein Museum nach Vorbild des Guggenheim-Museums in Bilbao in der Tiroler Landeshauptstadt. Dieses soll sich über den Inn ziehen und – geht es nach Aloys – „zahlreiche Gäste aus ganz Europa und Fernost gleichermaßen anziehen“. Laut Aloys findet in China derzeit ein „Wandel auf zwei Brettern“ statt: „Skifahren war vor Dekaden noch ein Sport, der als Statussymbol der Oberschicht galt und sich entsprechend nur von reichen Chinesen geleistet wurde“, sagt Aloys. „Mittlerweile will die chinesische Regierung das Skifahren zum Nationalsport machen, unter anderem, um bei den nächsten Olympischen Winterspielen 2022 einen konkurrenzfähigen Kader zu stellen und ernsthaft um Medaillen mitkämpfen zu können.“ Die Zielsetzung: 300 Millionen Chinesen sollen in 800 Skigebieten bis 2022 zu Skifahrern werden.

Die chinesische Mittelschicht ist dabei im Zentrum von Aloys’ Bemühungen. Genau diese wohlhabende und aufsteigende Mittelschicht sei langfristig auch für den österreichischen Wintertourismus von hohem Interesse. „China wird sich immer mehr öffnen und wer die interessantesten und spannendsten Attraktionen, Landmarks, Wahrzeichen anzubieten hat, wird gewinnen. Deshalb schlagen wir ein ganz außergewöhnliches Gebäude vor, das laut auf den chinesischen Tourismusmarkt hinausschreit. Das ist die ganz große Chance der Alpen auf dem stark rückgängigen Skifahrermarkt“, erklärt Aloys.

Sind die chinesischen Gäste dann erst da, müsse man ihnen ein umfassendes Programm bieten. Mit Schneesicherheit, etwa in niedrig gelegenen Skigebieten, rechnet Aloys nicht mehr. Daher werde es auch darum gehen, anderweitig konkurrenzfähig zu bleiben – auch für den Ganzjahrestourismus. (ver)


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