Achensee: Mit Qualität und konstantem Zimmerpreis an die Spitze

Laut einer Schweizer Studie ist der Achensee die erfolgreichste Sommerdestination Österreichs im Alpenraum.

Das Berg-See-Angebot fasziniert viele Achensee-Urlauber. Hinzu kommt das hohe Qualitätslevel im Beherbergungsbereich.
© Achensee Tourismus

Von Angela Dähling

Achensee – Die erfolgreichste österreichische Sommerdestination im gesamten Alpenraum: Mit diesem Titel darf sich die Achensee-Region gemäß der BAK-Economics-Studie jetzt schmücken. Das unabhängige Wirtschaftsforschungsinstitut analysiert im Auftrag der wichtigsten Schweizer Ferienregionen regelmäßig die touristische Wettbewerbsfähigkeit. International hat nur Luzern die Nase weiter vorn.

„Wir sind bei dieser Studie regelmäßig unter den Top Ten, aber es freut uns natürlich sehr, dass wir es österreichweit im Alpenraum an die Spitze geschafft haben“, sagt Martin Tschoner, Geschäftsführer von Achensee Tourismus. Die Region punktet vor allem mit der erzielten Wertschöpfung. Für die Studie wurden die Zahlen von 2017/18 mit 189 Vollbelegstagen und 16.845 Euro Jahresumsatz pro Bett herangezogen. Im Tourismusjahr 2018/19 konnte die Auslastung im Sommer sogar auf 193,6 Tage weiter gesteigert werden.

Den Genuss von Winterruhe und Idylle abseits der Skipisten lassen sich viele Achensee-Urlauber gerne was kosten.
© Achensee Tourismus

Was ist das Erfolgsgeheimnis der Achensee-Region, die seit Jahren tirolweit die Auslastungsstatistik im Sommer anführt und jährlich mehr als 1,6 Mio. Nächtigungen erzielt? Und das, obwohl die Bettenzahl laut Tschoner seit gut zehn Jahren stagniere und bei rund 8000 (ohne Campingstellplätze) liegt. Es sind mehrere Faktoren. Zum einen die Naturlandschaft mit Tirols größtem See und dem Naturpark Karwendel. Zum Zweiten die hohe Qualität in allen Unterkunftskategorien. „Viele unserer Betriebe messen sich immer mit den Besten und schauen, dass sie mit ihrer Angebotsstruktur am Ball bleiben. Im Bereich der 4- und 5-Sterne-Häuser wurde in den letzten Jahren etwa viel in Wellness und die Kulinarik investiert“, sagt Maria Wirtenberger vom Achensee Tourismus. Der Großteil der Betten in der Region befindet sich in den rund 40 Vier-, VierS- und Fünf-Sterne-Häusern, gefolgt von Ferienwohnungen. „Was uns sehr zugutekommt, ist, dass wir im Sommer wie im Winter denselben Zimmerpreis haben. Wir waren schon immer eine Sommerdestination, haben früher als andere Regionen auf die Qualitätsschiene und damit höhere Preise gesetzt“, erklärt Hotelierin und WK-Obfrau Martina Entner ein weiteres Erfolgsrezept.

Auch die jährlich wiederkehrenden Großsportveranstaltungen wie der Achenseelauf und der Karwendelmarsch würden in der ohnehin gut gebuchten Sommersaison die Nächtigungen an diesen Wochenenden dann an die Spitze treiben, sagt Wirtenberger. Dass am Achensee die Sommersaison mit 1. Mai starten kann und mitunter bis Allerheiligen gehe, sei ein Vorteil. Im Winter, wo die Auslastung bei 79 Tagen liege, hat sich die Region im Tirolranking von Platz 16 im Jahr 2014 inzwischen auf Platz 14 hochgearbeitet. „Wir können mit den großen Skidestinationen zwar nicht konkurrieren. Aber wir punkten mit Langlauf und sanftem Tourismus. Die Ruhe und Natur beim Winterwandern oder Kutschenfahren genießen, das wollen immer mehr Gäste“, sind sich Tschoner und Wirtenberger einig. Prädestiniert wäre die Achenseeregion für einen Triathlon. „Ja, stimmt. Da gab es auch Pläne und Gespräche, aber mit den Lizenzen ist das so eine Sache“, meint Tschoner.


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