Wirtschaftskammerwahl: Schwazer Freiheitliche wollen die Nummer 2 sein

Die Freiheitliche Wirtschaft Tirol möchte im Bezirk Schwaz vor allem den Chefs und Mitarbeitern in der Hotellerie das Leben erleichtern.

Der Gerloser Alois Staudacher tritt auf Listenplatz 3 an.
© Fankhauser

Von Eva-Maria Fankhauser

Strass i. Z. – Der Sieg wird es bei der Wirtschaftskammerwahl Anfang März für die Freiheitliche Wirtschaft (FW) Tirol wohl nicht – das ist den Spitzenkandidaten bewusst. „Aber die Nummer zwei wollen wir bleiben“, sagt NR Gerald Hauser. Er führt das freiheitliche Team in der Fachgruppe Hotellerie an.

Mit ihm in den Wahlkampf zieht Alois Staudacher. Der Gerloser Hotelier weiß, wo der Schuh drückt: „Das größte Problem in der Gastronomie ist, Köche oder Kellner zu kriegen. Es kommen ja nur Hilfskellner. Ohne Ausbildung nützen einem die aber nichts.“ Neben dem Arbeitskräftemangel kommen laut ihm die hohen Lohnnebenkosten hinzu. „Das System muss geändert werden, damit es für die Betriebe wieder leistbar wird, Mitarbeiter zu beschäftigen, anstatt zunehmend zu automatisieren. Und für die Mitarbeiter muss es rentabler werden. Sie brauchen mehr Netto vom Brutto“, sagt Hauser.

Weiters wolle sich die FW Tirol für die Senkung der „zu langen“ Abschreibungszeiten einsetzen. Das habe der schwarze Wirtschaftsbund versprochen, dann aber nicht umgesetzt. „Im Gegenteil, es sind jetzt 40 Jahre. Das macht Investitionen in dieser Branche kaum mehr möglich“, sagt Hauser. Laut Staudacher müsse man z. B. Zimmer mindestens alle 15 Jahre erneuern. „Da zahlst du dann dreimal die Abschreibung innerhalb der 40 Jahre“, beklagt er.

Bei der letzten Wirtschaftskammerwahl gaben nur knapp 35 Prozent aller Berechtigten ihre Stimme ab. „Und das ist nicht so, weil alle so zufrieden mit der schwarzen Allmacht sind. Im Gegenteil, weil viele frustriert glauben, dass sich eh nichts ändert“, sagt Hauser. Staudacher will zur Wahl motivieren. Denn wenn mehr wählen, wachse auch die Vielfalt in der Kammer. „Und je mehr Konkurrenz für die anderen, desto mehr müssen sie auch arbeiten“, erklärt Staudacher.

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