Drei Jahre Haft für Blitzüberfall auf Supermarkt in Innsbruck

Der Supermarkt-Räuber war nach zehn Minuten gefasst.
© zeitungsfoto

⚖️ Geldnot trieb im September einen drogenabhängigen Innsbrucker samt Gaspistole in eine Supermarktfiliale in St. Nikolaus. Dort hatte der 22-Jährige erst als Kunde getarnt Waren auf das Kassa-Förderband gelegt. Als die Luft rein war, zog der Mann die Pistole und nötigte zwei Kassiererinnen insgesamt 960 Euro ab. Dem Blitzüberfall folgte allerdings auch eine kurze Flucht. Schon nach 300 Metern und zehn Minuten klickten die Handschellen. Die „Achter“ klickten gestern am Oberlandesgericht (OLG) erneut. Eine Berufung sollte für den einst Süchtigen und Geständigen zur Strafmilderung führen. Bei einer Strafandrohung von bis zu 15 Jahren Haft war für das OLG allerdings für so einen Raubüberfall die Grenze nach unten schon erreicht: „Das ist ohnehin nur mehr ein Fünftel des Strafrahmens. Weniger kommt aus generalpräventiven Gründen einfach nicht mehr in Betracht!“, erklärte Senatsvorsitzende Ingrid Brandstätter.

⚖️ Es benötigte bei einem Bosnier schon einer zufälligen Kontrolle im Karawankentunnel, um ihn gestern doch noch ans Landesgericht zu bringen. Nachdem dessen Identität nämlich somit bekannt geworden war, reiste der 56-Jährige freiwillig zum Prozess wegen Einbruchsdiebstahls. Schon einmal war er bei seinen wiederkehrenden Tirol-Aufenthalten dafür verurteilt worden. Diesmal war der 56-Jährige mit seinem Bolzenschneider am Schloss eines Mountainbikes gescheitert. Richterin Sabine Krainer verhängte als „Damoklesschwert“ zehn Monate Haft bedingt. (fell)

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