Einsprüche gegen Igler Parkplatzverbauung

Für das Projekt „Widumplatz“ in Igls rechnet IIG-Chef Franz Danler mit einem Baustart im Mai – trotz der Einwendungen von Anrainern.

In Igls am Widumplatz entstehen 20 Wohnungen für betreutes Wohnen, ein Lebensmittelmarkt sowie Gewerbeflächen.
© Architekt Thomas Schnizer.

Von Denise Daum

Innsbruck – Die Verbauung des Parkplatzes zwischen Igler Straße, Widumweg und Habichtstraße beschäftigt die Innsbrucker Immobiliengesellschaft und die Igler Bevölkerung schon seit einigen Jahren. Nun wird es ernst. Am so genannten Widumplatz sollen rund 20 Wohnungen für betreutes Wohnen, ein Lebensmittelmarkt, Geschäftseinheiten und eine Tiefgarage entstehen.

Das Siegerprojekt für die Verbauung wurde im Juni 2016 präsentiert – und stieß unmittelbar auf Widerstand der Igler Bevölkerung. Sie kritisierten den „Turmbau“ als viel zu hoch. Zunächst war von einem Baubeginn im dritten Quartal des Jahres 2017 die Rede. Mehrere Umplanungen sowie eine langwierige Überprüfung weiterer unterirdischer Stellplätze sorgten für Verzögerungen. Die nunmehr letzte Umplanung hat zur Folge, dass der Bau um ein Stockwerk geschrumpft ist – das Ergebnis eines Deals zwischen der Agrargemeinschaft Igls und der IIG zugunsten der Realisierung des Projekts Am Bichl 3 – dazu später mehr.

Aber zunächst zurück zum Widumplatz: Hier fand vor Kurzem die Bauverhandlung für das rund neun Millionen Euro schwere Projekt statt. Trotz Einwendungen von Anrainern sei die Verhandlung sehr sachlich verlaufen, erklärt IIG-Chef Franz Danler. Die Einsprüche der Anrainer seien zivilrechtlicher Art, wie beispielsweise die Beeinträchtigung des Ausblicks. Ein anderer Einwand betrifft die Bauausführung, wie Baubeginn und Zufahrt zur Baustelle. „Wir haben mit den Nachbarn vereinbart, dass wir uns nochmals zum Gespräch mit ihnen treffen und sie auch über alle Details informieren“, erklärt Danler.

Der IIG-Chef geht davon aus, dass den Einsprüchen nicht Folge geleistet und ein positiver Baubescheid erlassen wird. Den Anrainern bliebe dann noch der Weg in die zweite Instanz zum Landesverwaltungsgericht. „Im besten Fall erfolgt der Baustart im Mai 2020“, sagt Danler.

Das zweite Projekt der IIG in Igls betrifft das bereits erwähnte Vorhaben „Am Bichl 3“. Dort baut die IIG auf rund 7000 Quadratmetern Grund 50 Wohnungen. 65 Prozent davon werden Stadtwohnungen, 35 Prozent laufen als Eigentumswohnungen, die zu leistbaren Preisen an Igler Familien vergeben werden. Die Vergabe für Letztere läuft über den Unterausschuss Igls. Der EU-weite Architektenwettbewerb für Am Bichl 3 ist bereits gestartet, am 20. Mai findet die Jurysitzung statt. Dann wird der Sieger gekürt.

Die Agrargemeinschaft Igls, die der IIG den Grund deutlich unter Wert verkauft, hätte sich für die Realisierung dieses Projektes eigentlich einen anderen Standort gewünscht. Die Agrar hat hier aber eingelenkt und dafür ein Geschoß bei der Widumplatzverbauung wegverhandelt.


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