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Sorge vor Großrutschung: Flutgefahr durch zwei Bäche im hinteren Zillertal

Beim Tuxeckbach und Enthalbach machen massive Geländeveränderungen Sorgen. Mayrhofen zahlt nur widerwillig für Verbauung.

Gebhard Walter (WLV) veranschaulichte in Mayrhofen das Gefahrenpotenzial zweier Bäche.
© Dähling

Von Angela Dähling

Mayrhofen – Massive Geländeveränderungen wurden seit dem Jahr 2000 im Bereich des Tuxeckbachs und des Enthal­bachs im hinteren Zillertal von der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) registriert. „Das, was dort passiert, ist mit einem normalen Wildbachprozess nicht vergleichbar“, sagt Gebhard Walter, Leiter der WLV-Sektion Tirol. Unlängst verdeutlichte der Experte dies den Mayrhofner Gemeinderäten. Da in dem Gebiet der beiden Bäche wenig Gebäude stehen, wurde der Prozess anfangs nur beobachtet. Vor wenigen Jahren schauten sich die WLV-Mitarbeiter das Ganze dann genauer an und leiteten Untersuchungen ein. Das Ergebnis umschreibt Walter so: „Da ist eine Großmassenbewegung im Gang.“ Die Bäche würden tief einschneiden, Böschungsflanken einbrechen. Durch Erosionen sei eine Großrutschung zu befürchten, rund 100.000 Kubikmeter Lockermaterial würden talwärts schieben.


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