Erster Coronavirus-Fall in Afrika aus Ägypten gemeldet

Ägyptens Regierung hat den ersten Fall des neuartigen Coronavirus auf dem afrikanischen Kontinent gemeldet. Dabei handle es sich um eine ausländische Person, teilte das Gesundheitsministerium in Kairo am Freitag mit. Zur Nationalität machte das Ministerium keine Angaben. Unklar blieb auch, aus welchem Land die Person nach Ägypten gereist war.

Der Patient zeige keine Krankheitssymptome und werde auf einer Isolierstation behandelt. Bisher war laut der Weltgesundheitsorganisation noch kein Fall von Corona in Afrika bekannt geworden.

Als erstes Land der arabischen Welt hatten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Ende Jänner vier bestätigte Fälle des Virus Sars-CoV-2 gemeldet. Mittlerweile sind weitere Ansteckungen hinzugekommen. Bei den meisten der Betroffenen handelt es sich um Chinesen.

Ein Ende der Covid-19-Epidemie (Coronavirus) ist weiter nicht absehbar. Die Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 in China stiegen mit einer neuen Zählweise am Freitag wieder stark. Landesweit sind derzeit in der offiziellen Statistik knapp 64.000 Infektionen erfasst, knapp 1.400 Menschen starben demnach. Die Dunkelziffer liegt Experten zufolge aber deutlich höher.

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Der chinesische Staatssender CCTV berichtete, dass sich im Kampf gegen die Lungenkrankheit Covid-19 mehr als 1.700 medizinische Helfer wie Ärzte und Krankenhauspersonal angesteckt haben. Mindestens sechs Helfer starben demnach. Die Rückreise von zig Millionen Chinesen, die nach den wegen Covid-19 verlängerten Ferien wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren, lässt neue Infektionswellen befürchten.

Mindestens zwölf internationale Virusexperten treffen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an diesem Wochenende in China ein. Sie wollen mit chinesischen Kolleginnen und Kollegen Empfehlungen entwickeln, um die Reaktion auf den Ausbruch von Covid-19 weiter zu verbessern, wie WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag sagte. Die Entsendung spezieller medizinischer Schutzausrüstung nach Wuhan in das Jinyintan-Krankenhaus der Provinz Hubei, dem Epizentrum des aktuellen Ausbruchs in China, haben Ärzte ohne Grenzen vermeldet.

Außerhalb von Festland-China sind in mehr als zwei Dutzend Ländern rund 580 Fälle bestätigt. Auch hier gehen viele Experten von zahlreichen nicht erfassten Infektionen aus. In Österreich gab es bis Freitagnachmittag weiterhin keinen bestätigten Fall einer Coronavirus-Infektion. Es wurden landesweit 162 Tests durchgeführt, alle waren negativ, informierte das Gesundheitsministerium auf seiner Homepage. Gegenüber Donnerstag sind damit fünf Untersuchungen dazugekommen.

Die ersten österreichischen Wuhan-Heimkehrer werden am Samstag aus der Quarantäne entlassen, hieß es aus dem Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV). Die sieben Österreicher waren die ersten Staatsbürger, die am 2. Februar ausgeflogen wurden. Sie waren mit einer französischen Maschine zunächst nach Frankreich gebracht und von dort mit einer Hercules-Transportmaschine zurück nach Wien geholt worden. Zwei sind bereits in Niederösterreich, fünf noch in Wien. Am Samstag endet die 14-tägige Quarantäne, alle Coronavirus-Tests waren negativ verlaufen.

Weiterhin in Quarantäne sind sechs Rückkehrer, die am 9. Februar in Österreich landeten. Die Reise der sechs Personen führte vergangenen Sonntag von Wuhan nach Großbritannien, dann nach Berlin. Die Tyrolean Air Ambulance brachte sie von Deutschland nach Wien. Eine Mutter und drei Kinder befinden sich in Wien in Quarantäne, ein Kärntner und seine Ehefrau sind in Kärnten in Heimquarantäne.


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