Mehrere Verletzte bei zwei Wohnungsbränden in Wien

Bei Bränden in zwei Mehrparteienhäusern Sonntagabend in Wien sind mehrere Menschen verletzt worden. In Mariahilf versorgte die Berufsrettung insgesamt zwölf Personen, sechs davon mussten ins Spital, hauptsächlich weil sie Rauchgase eingeatmet hatten. In Favoriten trug ein Mann Verbrennungen im Gesicht davon. Auslöser der Feuer dürften eine Kerze bzw. ein kaputter Akku gewesen sein.

„Ein Hinterzimmer stand in Vollbrand, die Flammen schlugen aus einem Fenster auf die darüber liegende Wohnung“, schilderte Brandkommissär Lukas Schauer von der Berufsfeuerwehr Wien die Lage, die die Einsatzkräfte in der Strohmayergasse gegen 22.20 Uhr vorfanden. Die Feuerwehr fuhr mit sieben Fahrzeugen und 33 Mitarbeitern aus. Die Situation war dramatisch: Zwei Menschen wurden im stark verrauchten Stiegenhaus entdeckt und gerettet. „Mit einer Drehleiter wurden mehrere Personen, die an den straßenseitigen Fenstern um Hilfe riefen, in Sicherheit gebracht.“ Einige weitere Bewohner wurden mit Fluchtfiltermasken ins Freie geleitet.

Der Brand war im hintersten, hofseitig gelegenen Zimmer einer Wohnung ausgebrochen. Beim Eintreffen der Feuerwehrleute wenige Minuten nach dem Alarm stand der gesamte hofseitige Teil der Wohnung in Vollbrand. Flammen schlugen aus dem Fenster und hatten auf den Fensterstock und das Mobiliar der darüber liegenden Wohnung übergegriffen.

Die Bewohner waren rechtzeitig geflüchtet. Es handelte sich um eine Familie. Mutter und Vater (52 und 53) sowie die zehn und 14 Jahre alten Kinder wurden wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftungen ins Spital gebracht, ebenso zwei Nachbarn: Ein 56-Jähriger dürfte ebenfalls durch Rauchgase beeinträchtigt worden sein, ein 70-Jähriger hatte sich beim Verlassen des Gebäudes an einer Hand verletzt, berichtete Andreas Huber von der Berufsrettung der APA. Alle seien eher leicht verletzt worden. Insgesamt wurden zwölf Menschen, darunter vier Kinder, notfallmedizinisch versorgt, auch der Katastrophenzug war im Einsatz.

Verursacher dürfte eine Kerze gewesen sein, die Vorhänge in Brand setzte, berichtete Polizeisprecher Paul Eidenberger. Die Feuerwehrkräfte bekämpften die Flammen in der Wohnung im ersten Stock mit einer Löschleitung über das Stiegenhaus und mit einer zweiten Löschleitung über den Innenhof, jeweils unter Atemschutz. Eine dritte Gruppe drang in die darüber liegende Wohnung vor und setzte eine Kübelspritze ein. Nach etwa 20 Minuten wurde „Brand Aus“ gemeldet, der Einsatz endete gegen 0.30 Uhr.

Gebrannt hat es Sonntagabend auch in der Puchsbaumgasse in Favoriten. Ausgangsort war gegen 19.15 Uhr eine Wohnung im letzten Stock eines Mehrparteienhauses mit sechs Obergeschoßen. Der 36-jährige Inhaber flüchtete wie auch mehrere Nachbarn aus zwei weiteren Wohnungen vor dem Feuer. Er wurde danach von der Berufsrettung versorgt, weil er Verbrennungen im Gesicht davongetragen hatte. Auslöser dürfte laut Polizei ein defekter Akku gewesen sein.


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