Bergsteiger stürzt am Traunstein in den Tod

Ein 37-jähriger Bergsteiger ist am Traunstein (Bezirk Gmunden) in Oberösterreich am Wochenende rund 500 Meter weit über eine Felswand gestürzt. Das teilte die Bergrettung Gmunden mit. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. 20 Bergretter und Alpinpolizisten hatten seit Sonntag nach ihm gesucht, am Montag wurde er geborgen.

Der Mann aus dem Bezirk Vöcklabruck war am Wochenende zu einer Tour auf den Traunstein aufgebrochen. Am späten Vormittag rief er seine Frau an und sagte ihr, dass er am Gipfel angekommen sei und sich jetzt an den Abstieg mache. Weil er sich nach diesem letzten Lebenszeichen nicht mehr meldete, erstattete die Frau Vermisstenanzeige. Eine Suchaktion wurde noch am Sonntag gestartet, in der Nacht unterbrochen und am Montag fortgesetzt.

Man habe leider keinen Anhaltspunkt gehabt, wo der Mann absteigen wollte, schilderte Bernhard Ebner von der Bergrettung Gmunden der APA die schwierige Suche. Schließlich fanden die Einsatzkräfte zwischen dem Gipfelkreuz und einer Abstiegsroute Spuren, die plötzlich endeten. Eine Suche mit dem Hubschrauber bestätigte die Befürchtungen der Bergretter: Der 37-Jährige war abseits einer regulären Route „bestimmt 500 Meter“ über eine Wand gestürzt, sagte Ebner. Der 37-Jährige konnte nur mehr tot geborgen werden.

Ebner warnte davor, den Traunstein für schneefrei zu halten, auch wenn es von herunten so aussehe. Denn oben müsse man immer wieder Schneebänder queren und „da gibt es am Traunstein keinen Halt mehr“. Noch seien auch die Hütten geschlossen, aber: „Das milde Wetter verleitet die Leute“, so Ebner.

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