Polit-Rufe nach Erhalt von Unterführung in Hall

Grüne und „Für Hall“ sind für den Erhalt dieser Unterführung.
© Domanig

Hall – Dass die bestehende Unterführung unter der B171 im Osten von Hall im Zuge des Umbaus der Kreuzung mit der Galgenfeldstraße aufgelassen werden soll, sorgt nun auch wieder für Aufregung in der Haller Stadtpolitik. Wie berichtet, kämpft Anrainer Christian Margreiter seit Jahren gegen die Entfernung der Unterführung, weshalb das straßenbaurechtliche Verfahren noch immer nicht rechtskräftig abgeschlossen ist. Nun muss der Verwaltungsgerichtshof über seine außerordentliche Revision entscheiden. Margreiters Hauptargument: Der geplante ampelgeregelte Schutzweg sei im Hinblick auf die Sicherheit, vor allem von Schülern, kein gleichwertiger Ersatz.

Die Haller Grünen und die Liste „Für Hall“ stellen sich hinter Margreiter: StR Barbara Schramm-Skoficz (Grüne) betont, dass sie 2017 im Gemeinderat gegen den Grundsatzbeschluss für den Umbau der Kreuzung gestimmt habe. Sie teilt Margreiters Sicherheitsbedenken und tritt dafür ein, die Planung noch zu ändern – zumal die Unterführung mit der Unteren Lend und Schönegg zwei besonders einwohnerstarke Stadtteile verbinde. Schramm-Skoficz glaubt, dass ein barrierefreier Umbau der Unterführung doch möglich wäre. BM Eva Posch (VP) hatte ja darauf hingewiesen, dass die Neigung der Rampe 6 % nicht überschreiten dürfe – und ein barrierefreier Umbau daher schon allein wegen des Platzbedarfs kaum möglich sei. Schramm-Skoficz regt nun die Idee eines Liftes an.

Auch Vize-BM Wolfgang Tscherner (Für Hall) fordert, dass die Unterführung bleiben müsse. Die Achse Lend- Schönegg solle für Fußgänger und Radfahrer generell weiter ausgebaut werden. Ein Lift sei zu teuer, so Tscherner, aber die Rampe müsse ja nicht als lange Gerade geführt werden, sondern sei auch rund oder oval möglich. Und: „Wenn man für den Kreuzungsumbau im Süden der B171 Grund enteignet, kann man das auch im Norden machen, um die nötigen Flächen für die Rampe zu bekommen.“ (md)

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