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Angst vor zu vielen Aufgriffen: Profi-Schlepper meiden Tirol

Internationale Schlepperorganisationen machen inzwischen einen Bogen um Tirol. Sie fürchten, durch zu viele Aufgriffe ihren Ruf bei den Kunden zu verlieren.

Polizeibeamte bei der Kontrolle eines Lieferwagens. Bis vor wenigen Jahren kam es auch in Tirol immer wieder zu Großaufgriffen mit 15 und mehr Flüchtlingen auf den Ladeflächen. Jetzt nicht mehr.
© APA/HERBERT P. OCZERET

Von Thomas Hörmann

Innsbruck – 37 Menschenschmuggler sind der Tiroler Polizei im Vorjahr ins Netz gegangen. So wenige wie schon lange nicht mehr. Zum Vergleich: Im Jahr zuvor zogen die Polizeibeamten noch 53 Schlepper aus dem Verkehr. Und 2014 – kurz vor dem Einsetzen der großen Migrationswelle – waren es sogar 136, fast viermal so viele wie im vergangenen Jahr. Eine erfreuliche Entwicklung. Für Landespolizeidirektor Edelbert Kohler aber mindestens ebenso wichtig ist, „dass es bei uns seit Jahren keine großen Aufgriffe mit 20 und mehr Flüchtlingen in einem Lkw oder Wohnmobil gab“. Daraus schlussfolgert Tirols Polizeichef, dass die großen, internationalen Schlepperorganisationen Tirol mittlerweile meiden. Anders ausgedrückt: Für das Milliardengeschäft mit den widerrechtlichen Grenzübertritten hat der Korridor zwischen Brenner und der deutschen Grenze an Attraktivität verloren. Was vor allem am engmaschigen Kontrollsystem liegen dürfte.

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