Theater an der Wien würdigt Beethoven mit einer Schau

Auch wenn das Theater an der Wien (TaW) nicht nur als Uraufführungsstätte des „Fidelio“, sondern auch als einstige Wohnstätte eine bedeutende Verbindung zum Jahresjubilar Ludwig van Beethoven vorweisen kann, spielt das „TaW“ nicht in der ersten Liga der Beethoven-Erinnerungsstätten. Das will man mit einem nun eingeläuteten Beethoven-Fest ändern, zu dem auch eine eigene Schau gehört.

Die Ausstellung wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes der Musikuni mdw unter dem Titel „Erinnerungsort Beethoven: Theater an der Wien“ konzipiert und zeichnet auf kleinem Raum im Theatermuseum des Hauses Lebens- und Arbeitsumstände des Komponisten nach. Ihre erste Reaktion auf den Vorschlag sei gewesen „Beethoven muss doch völlig ausgeforscht sein“, erinnerte sich mdw-Rektorin Ulrike Sych bei der Präsentation der Schau am Montagabend.

Die Musikwissenschafterin Melanie Unseld, die Beethoven selbst als Erinnerungsort versteht und nun auch als Kuratorin der Schau fungierte, konnte Sych dann aber eines Besseren belehren. Spekulationen über die Identität der unsterblichen Geliebten, zu Chatprotokollen umgearbeitete Tagebucheinträge von Besuchern der „Fidelio“-Uraufführung oder Beethovens Netzwerk werfen kleine Schlaglichter auf noch unterbelichtete Aspekte der Beethoven-Vita.

Geöffnet ist die Schau nun bis 9. Mai jeweils eine halbe Stunde vor Beginn einer Aufführung respektive in den Pausen. Dazu gibt es auch eine Publikation unter dem Titel „BEETHOVEN.AN.DENKEN“ von Julia Ackermann und Melanie Unseld.


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