Kramp-Karrenbauer und Merz beraten über CDU-Führungswechsel

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer führt am Dienstag Gespräche zur Vorbereitung des Führungswechsels in ihrer Partei. Geplant ist zunächst ein Treffen mit dem früheren Fraktionschef Friedrich Merz, der als Anwärter auf ihre Nachfolge gilt. Unterdessen gab auch der CDU-Außenpolitiker und Ex-Umweltminister Norbert Röttgen bekannt, für den CDU-Bundesvorsitz kandidieren zu wollen.

Röttgen begründete seine Kandidatur mit der Sorge um die Entwicklung seiner Partei. „Es geht um die Zukunft der CDU und es geht um die christlich-demokratische Idee von der Zukunft unseres Landes“, sagte er in Berlin. Davon hab er seit der Rückzugsankündigung von Annegret Kramp-Karrenbauer „wenig gehört“, fügte Röttgen unter Anspielung auf seine Mitbewerber hinzu. „Und darum kandidiere ich.“

Es gehe „bei weitem nicht nur“ um eine Personalentscheidung, „schon gar nicht um die Ambitionen und Personalinteressen einzelner“. Bei der Neubesetzung der CDU-Spitze gehe es um die „strategische Positionierung der CDU“, betonte der 54-Jährige.

Röttgen war von Herbst 2009 bis Mai 2012 Umweltminister. Später machte er sich als Außenpolitiker einen Namen, er ist Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags.

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Neben Merz will Kramp-Karrenbauer auch mit den weiteren Aspiranten - Gesundheitsminister Jens Spahn und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet - noch in Einzelgesprächen beraten. Die Parteichefin will ausloten, wie der Führungswechsel in ihrer Partei möglichst reibungslos vollzogen werden kann. Eine der offenen Fragen ist, wann der neue Chef gewählt werden soll. Im Gespräch ist ein Sonderparteitag vor der Sommerpause.

Ebenfalls offen ist, wann der Kanzlerkandidat gekürt wird. Kramp-Karrenbauer will das Präsidium am Montag über ihre Gespräche unterrichten und dann möglicherweise schon einen Vorschlag für das weitere Verfahren vorlegen.


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