Lienzer Fasching lässt den Direktzug Realität werden

Am Faschingsdienstag wird vom Hauptplatz bis zur Messinggasse gefeiert. Sillianer Wichtelzug dient als „Direktzug Lienz-Innsbruck“.

Wirtsleute und Organisatoren des Programms: Manuel Assmair, Thomas Widemair, Charly Kashofer (stehend, v. l.), Roland Kleinlercher, Christine Gasser, Kathrin Jäger und Alexandra Urso-Tabernig (sitzend, v. l.).
© Kashofer

Von Catharina Oblasser

Lienz – Für einen Nachmittag lebt die umsteigefreie Bahnverbindung zwischen Lienz und Innsbruck wieder auf, wenn auch in kleinerem Rahmen, und zwar am Faschingsdienstag, den 25. Februar, in der Lienzer Innenstadt. Das ist den Organisatoren der neuen „Faschingsmeile“ zu verdanken. Wirts- und Kaufleute vom Hauptplatz bis hinauf in die Messinggasse haben sich zusammengetan, um ein buntes Programm für Jung und Alt auf die Beine zu stellen. Unterstützt werden sie von Charly Kashofer und Kabarettist Thomas Widemair. Je nach Lokal geht es ab dem frühen Nachmittag los.

„Wir leihen uns den Wichtelzug aus Sillian aus“, berichtet Kashofer. Ab der Mittagszeit fährt die kleine Lok mit den zwei Waggons in der Innenstadt hin und her. Der Hauptplatz verwandelt sich in den Bahnhof Lienz, der Johannesplatz, Abzweigung Zwergergasse, wird zur Halte­stelle Sillian. Dann geht es weiter zur Kreuzgasse, wo sich am Faschingsdienst Franzensfeste befindet, und die Endstation Innsbruck wird in der Messinggasse verortet. Je nach Nachfrage tuckert die kleine Eisenbahn bis zum späten Nachmittag oder frühen Abend hin und her.

An jeder Haltestelle wartet ein Programm auf die Besucher. „Bei uns spielen unter anderem die Kleinstadt­helden, und es gibt Gratis-Eis“, kündigt Hauptplatz-Wirt Roland Kleinlercher an. Christine Gasser und Manuel Assmair aus der Zwergergasse setzen auf Super Mario, Livemusik und Karaoke.

Kinder sind auf dem Johannesplatz gut aufgehoben. Auf sie warten zwei Hüpfburgen, eine Kinderschminkstatio­n, Gratis-Krapfen und Faschingssketches, die von den Jugendlichen der NMS Egger-Lienz aufgeführt werden. In der Kreuzgasse gilt das Motto „Wilder Westen“, und in der Messinggasse ist der Stil der 1920er-Jahre angesagt. Die Musik aus dieser Zeit ist nicht nur zum Anhören da, wie Wirtin Alexandra Urso-Tabernig ankündigt. „Wir haben Taxi-Tänzer, die die Damen zu einem Tanz auffordern werden“, schmunzelt sie.

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Die Organisatoren betonen, wie gut die Zusammenarbeit für die „Faschingsmeile“ geklappt hat. In Zukunft soll es sie jedes Jahr geben.


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