Schüler wurden in Schwaz für einen Tag ihre eigenen Chefs

Insgesamt 120 Schüler aus dem Bezirk konnten beim Projekt KiWi in die Handelswelt schnuppern und ihre eigenen Produkte verkaufen.
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Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz – Es herrscht geschäftiges Treiben im Saal der Schwazer Wirtschaftskammer. An Ständen werden selbstgebackene Muffins, Armbänder, Luftballons, Popcorn oder Toilettenartikel angeboten. „Ausverkauf! Alles zum halben Preis“, ruft ein Bub. 120 Schüler der NMS 1 Schwaz, Volksschule Mitterweerberg und NMS Hippach haben beim Projekt „KiWi“ – Kinder entdecken Wirtschaft – ihr eigenes Unternehmen gegründet und verkaufen wie im echten Leben ihre Produkte.

„Alles muss raus! Schlagt zu!“, lockt eine junge Unternehmerin. Andere versuchen mit Werbeplakaten Kunden anzulocken. Schon im Unterricht haben sie sich Verkaufsstrategien erarbeitet, Waren erstellt oder bestellt – teils sogar online beim „Großhandel“. Am Verkaufstag mieteten sich die Jungunternehmer mit der Hilfe von Schülern der Handelsakademie Schwaz einen von 25 Verkaufsständen, beantragten einen Gewerbeschein und konnten hautnah erfahren, was es heißt, sein eigener Chef zu sein. „Die Schüler haben die Möglichkeit, wirtschaftliche Zusammenhänge auf spielerische Weise zu verstehen. Um das Unternehmertum von morgen brauchen wir uns nicht zu sorgen“, sagt WK-Bezirksstellenleiter Stefan Bletzacher.

Peter aus Weerberg hat alles gegeben, um so viele Produkte wie möglich zu verkaufen. „Wir haben vor allem Frisbees gut verkauft und Spielzeugautos“, sagt er im TT-Gespräch. Weniger gut seien laut seiner Kollegin Carina die Glasmurmeln angekommen. „Ich könnte mir schon gut vorstellen, so etwas mal in Zukunft zu machen“, sagt Miriam, ebenfalls aus Weerberg. Auch ihre Schulkollegen Alexander und Jakob waren vollauf begeistert: „Es war volle lässig heute. Solche Schultage könnten wir ruhig öfter haben.“ Madlen aus Schwendberg hat Kosmetikartikel verkauft. „Am besten gingen die Tempos und Fusslroller“, sagt sie. Ihrer Freundin Antonia hat das Verkaufen am meisten Spaß gemacht: „Das war richtig cool.“

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