Elisabeth Frei und Wolfgang Zingerle: Unterwegs samt Alter Ego im Transluziden

In der Galerie Nothburga: titelloses Bild von Elisabeth Frei.
© galerie nothburga/frei

Innsbruck – Was die beiden Südtiroler Elisabeth Frei und Wolfgang Zingerle verbindet, ist ihr Faible für das Transluzid­e. An das sie sich in ihrer gemeinsamen Ausstellung in der Innsbrucker Galerie Nothburga allerdings auf ganz unterschiedliche Weise annähern. Zingerle mit mundgeblasenen gläsernen Skulpturen, die vage an Präparate menschlicher Organe erinnern. Seine malerischen Versuche fallen im Gegensatz dazu allzu bunt und plakativ aus, ganz im Gegensatz zu den Bildern, die Elisabeth Frei nach Innsbruck mitgebracht hat.

Ihre auf dünne Aluplatten gezeichneten und gemalten Arbeiten zeigen Menschen von hinten. Sie alle sind auf dem Weg, alte Frauen mit Kopftuch genauso wie Kinder oder Anzugträger. Allein oder in Gruppen, wodurch sich die Körper überlagern, partiell zu einem werden. Die in hyperrealistischer Manier malerisch Porträtierten werden oft von einem vage skizzierten Alter Ego begleitet. Das aus den Figuren heraustritt, sie begleitet oder vor ihnen flüchtet. (schlo)

Info

Galerie Nothburga. Innrain 41, Innsbruck; bis 14. März, Mi–Fr 16–19 Uhr, Sa 11–13 Uhr.

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