Sardinien erlaubt nur noch 1.500 Personen auf Traumstrand

Sardinien ergreift Maßnahmen gegen den Massentourismus auf seinen Stränden. Ab dem kommenden Sommer wird die sardische Gemeinde Stintino erstmals angesichts des Besucherandrangs auf der „Spiaggia della Pelosa“ die Zahl der Touristen regeln. Maximal 1.500 Menschen sollen täglich zum Strand zugelassen werden, jeder Tourist wird 3,5 Euro Eintritt zahlen müssen.

Jeder zahlende Besucher soll ein buntes Armband erhalten. Kinder unter zwölf Jahren brauchen keinen Eintritt zu zahlen. Personal wird dafür sorgen, dass die Besucher das Eintrittsgeld zahlen. Die Gemeinde Stintino im Norden Sardiniens erhofft sich von der Zutrittsbeschränkung eine Entlastung des Strandes, einem der schönsten der Insel. Das Eintrittsgeld soll zum Erhalt des Strandes beitragen, der zu erodieren droht.

„Der Strand kann nicht mehr als 1.500 Besucher aushalten“, sagte der Bürgermeister von Stintino, Antonio Diana, der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ (Mittwochausgabe). Im Sommer würden sich mehr als 5.000 Menschen auf dem weißen Sandstrand tummeln.

Sardinien kämpft um den Erhalt seiner traumhafte Sandstrände. Für das Entwenden von Sand und Steinen sieht die Insel Strafen von bis zu 3.000 Euro vor. Heerscharen von Touristen füllen jeden Sommer Sand in Flaschen und Plastiksäcke, um ihn als Souvenir nach Hause zu bringen. Die meisten sind erstaunt, wenn sie bestraft werden.

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