Zwölfjährige geküsst: Lehrer darf nicht mehr unterrichten

Weil ein Pädagoge eine zwölfjährige Schülerin an einer Neuen Mittelschule im Bezirk Perg geküsst haben soll, hat am Mittwoch das Bildungsministerium reagiert. Auch wenn es keinen sexuellen Kontakt gegeben haben dürfte, betonte das Büro von Heinz Faßmann (ÖVP): „Hier wurde eindeutig eine Grenze überschritten. Für solche Vorfälle haben wir null Toleranz.“

Nachdem der Bildungsdirektion Oberösterreich vor einigen Wochen gemeldet worden war, dass sich der Lehrer und die Zwölfjährige wohl im Schulgebäude geküsst hatten, wurde der Mann „unmittelbar dienstfrei gestellt“, erklärte Pressesprecherin Elisabeth Seiche. Inzwischen wurde sein Anstellungsverhältnis gelöst und der Pädagoge dürfe auch an keiner anderen Schule in Oberösterreich mehr unterrichten.

Die Argumentation der Bildungsdirektion, dass der Lehrer die Möglichkeit hätte, „sein Amt noch in einem anderen Bundesland auszuüben“, stieß im Ministerium auf Kopfschütteln. „Für uns ist mit dem heutigen Informationsstand klar, dass der suspendierte Lehrer auch in keinem anderen Bundesland wieder als Lehrer tätig werden kann. Wir sehen auch die Gewerkschaft gefordert, sich mit solchen Fälle auseinanderzusetzen und hier klar Stellung zu beziehen“, hieß es weiters aus dem Büro von Faßmann. Seiche wiederum argumentierte, dass die Bildungsdirektion Oberösterreich nur für ihr Bundesland handeln und ein Berufsverbot aussprechen könne. Strafrechtlich wurden die Ermittlungen gegen den Pädagogen eingestellt, da es zu keinen sexuellen Handlungen gekommen sei.


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